Selten war der Regen auf den Kanaren so willkommen wie in diesem Herbst. Nachdem die erste „Unwetter-Warnung“ des Wetteramtes sich als Flop erwies und lediglich Niederschläge in der östlichen Provinz brachte, blieb es auf Teneriffa trocken.
Umwelt
Brand nach 50 Tagen „unter Kontrolle“
Erst am 24. September wurde der Waldbrand auf La Gomera für endgültig „unter Kontrolle“ erklärt. Das Feuer, das am 4. August ausgebrochen war und sich wochenlang immer weiter ausbreitete, war am 24. August für „stabilisiert“ erklärt worden.
Feuer und Wasser: Schutz der Natur auf La Gomera
Die schweren Waldbrände auf La Gomera waren eine Katastrophe für die Menschen auf der kleinen Kanareninsel. Und für die Natur, denn ein wesentlicher Teil des einzigartigen Nationalparks Garajonay ist abgebrannt. Dieser Nationalpark steht als UNESCO Weltnaturerbe unter höchstem Schutz.
Warten auf Regen
Der Wassermangel auf den Inseln bereitet weiterhin Sorge, und die kurzfristigen Aussichten geben kaum Hoffnung auf Regen. Der Sommer kann noch dauern, und die Lage spitzt sich immer weiter zu.
Erfolgreicher Artenschutz
Als die kanarische Untergattung des vom Aussterben bedrohten Schmutzgeiers (Neophron percnopterus majorensis) – hier „Guirre“ genannt – vor 15 Jahren von Teneriffa und Gran Canaria verschwand und auf Fuerteventura kaum noch Exemplare gezählt wurden, schlug die Inselregierung Alarm.
El Hierro zittert wieder
Für die Herreños gehört es mittlerweile zur Normalität, dass sich die vulkanologische Natur ihrer Heimat hin und wieder bemerkbar macht. Und so sorgen die Erdstöße, die seit dem 14. September gemessen werden, bei den Inselbewohnern für wenig Aufregung. „Wir Herreños sind es leid, dass unsere Insel als gefährlich abgestempelt wird,“ kommentierte María del Carmen Morales vom Cabildo das Naturereignis, und warnte vor einem erneuten Aufbauschen durch die Medien.
Das Land lechzt nach Wasser
Die Kanarischen Inseln werden seit dem letzten Winter von einer extremen Trockenheit geplagt. Mittlerweile ist von der schlimmsten Trockenperiode der letzten 60 Jahre die Rede.
Auf Teneriffa konnte bisher eine Wasserrationierung in den Haushalten vermieden werden, da 84% des Leitungswassers auf den Inseln aus Stollen und Brunnen kommen. Ganz anders sieht es in der Landwirtschaft aus. Die Lage spitzt sich immer mehr zu, denn die 22 Wasserbecken auf der Insel sind so gut wie leer.
Leichtes Erdbeben
Ein Erdbeben der Stärke 3,8 auf der Richterskala wurde in der Nacht vom 17. auf den 18. August im Nordosten Teneriffas registriert. Viele Anwohner alarmierten beunruhigt die Rettungskräfte. Glücklicherweise wurden weder Sach- noch Personenschäden verzeichnet.
Die Seismographen des Nationalen Geographischen Insituts (IGN) registrierten den ersten Erdstoß von 3,8 auf der Richterskala um 2:50 Uhr, zwei weitere, schwächere Nachbeben wurden um 2:52 Uhr (2,6) und 2:55 Uhr (2,8) aufgezeichnet.
Feuer auf La Gomera endlich im Griff
Nach fast zwei Wochen intensivster Bekämpfung haben die Brandschutzkräfte den Waldbrand auf La Gomera nun im Griff. Das Feuer ist eingekesselt, doch Entwarnung kann noch nicht gegeben werden, denn am Boden und unter der Erde glüht es weiterhin, und die Gefahr ist noch nicht gebannt. Die Forstschutzbrigaden waren auch bei Redaktionsschluss noch damit beschäftigt, die vom Feuer betroffenen Gebiete zu kühlen.
Bruthitze gönnt kaum Verschnaufpausen
Die Kanaren ächzen derzeit unter einer Hitzewelle, die mit Calima und Temperaturen von bis zu 39 Grad (auf Gran Canaria) nun schon die sechste in diesem Sommer ist.









