Die Hitzewelle der letzten Juli-Tage hat nicht nur auf dem spanischen Festland sondern auch auf den Kanarischen Inseln schwere Waldbrände verursacht. Während verschiedene Brandherde auf Teneriffa, Gran Canaria und La Gomera glücklicherweise schnell unter Kontrolle gebracht werden konnten, kam es auf der Insel La Palma zu einer der schwersten Brandkatastrophen der letzten Jahre.
Umwelt
Kanaren stark vom Klimawandel betroffen
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind die Kanarischen Inseln spanienweit eines der Gebiete, die am meisten unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden werden. Wenn die düsteren Prognosen eintreffen, wird der steigende Meeresspiegel vor allem den Norden der Inseln betreffen. „Der Meeresspiegel könnte infolge des Klimawandels bis zu 35 cm steigen.
Jeder Canario verbraucht im Schnitt 50 Liter Wasser täglich zu viel
Ein Großteil der Bevölkerung der Kanarischen Inseln ist noch weit von dem Bewusstsein entfernt, dass Wasser ein knapp bemessenes Gut ist.
In acht Jahren brannte tausendmal der Wald
In den vergangenen acht Jahren, also von 2000 bis 2008 hatten die Kanarischen Inseln mehr als tausend Waldbrände zu beklagen. Mehr als 25%, genau 265 Brände ereigneten sich auf Teneriffa.
Touristenattraktion unter der Erde
Im ersten Jahr nach der Eröffnung haben 9.500 Besucher den Lavatunnel „Cueva del Viento“ bei Icod de los Vinos besichtigt.
Santa Cruz de Tenerife – mangelhaft in Sachen Nachhaltigkeit
Um als nachhaltige Stadt gelten zu können, müsste Santa Cruz de Tenerife 31,74 Mal größer sein, als sie ist. Außerdem sind die Einwohner von Teneriffas Hauptstadt im Vergleich zu anderen spanischen Städten der größten Ansammlung gesundheitsschädlicher Partikel in der Luft ausgesetzt.
Carrefour schafft Plastikbeutel ab
Die multinationale Hypermarktkette Carrefour hat beschlossen, in sämtlichen Zentren die Abgabe von Plastikbeuteln abzuschaffen.
14 Naturschutzgebiete auf den Kanaren „sehr bedroht“
Nach Ansicht von Greenpeace steht es um zahlreiche Schutzgebiete an der Kanarischen Küste gar nicht gut. Die Umweltschützer haben ihren neuen Jahresbericht „Destrucción a toda costa“ (auf Deutsch etwa Zerstörung
koste es was es wolle oder besser Zerstörung auf Kosten der Küste) vorgelegt, für den sie die Küste rund um das spanische Festland und die der beiden spanischen Archipele unter die Lupe genommen haben.
Fischsterben in der Oase
Anfang Juli kam es in der Meerwasserlagune von Maspalomas zu einem massiven Fischsterben. Hunderte toter Fische trieben auf dem Wasser oder lagen am Ufer, und in der gesamten Gegend machte sich ein durchdringender Gestank breit.
Schwertwale auf Stippvisite
Experten der kanarischen Gesellschaft für Walstudien staunten nicht schlecht, als sie während einer Walzählung vor der Küste von Lanzarote einer Gruppe von 14 Schwertwalen begegneten. Dass Orcas auf ihren Jagdzügen nach Thunfisch zuweilen auch an den Kanaren vorbeischwimmen, war bekannt. Allerdings waren erst 2005 die ersten Aufnahmen dieser seltenen Besucher gelungen, die eine der 27 Meeressäugerarten sind, die in den Gewässern um die Kanaren vorkommen.











