Wandern und entdecken

Mit Pech konnte man reich werden. Pech war Voraussetzung vieler Erfolge und hatte strategische Bedeutung. Columbus hatte vielleicht bei der Entdeckung Amerikas auch Glück – ganz bestimmt aber hatte er Pech. Die goldbeladenen Schatzschiffe brachten ihre wertvolle Fracht besser mit Pech als mit Glück nach Spanien. Jahrhundertelang spielten die kanarischen Inseln bei Atlantiküberquerungen eine zentrale Rolle. Ihr Pech war begehrt.

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Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind (Klgl 3,22)

Bilder brennen sich unauslöschlich ein in unsere Seelen. Ereignisse hinterlassen tiefe Spuren in unserem Leben. Ein weißer Kindersarg. Oder das Foto, das in der Lokalzeitung vom Unfall zu sehen ist. Der junge Motorradfahrer leblos am Boden, mit einer Decke zugedeckt, aus der nur die verdrehten Beine herausschauen, daneben seine zerquetschte Maschine.

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Organuhr

Das heutige Alltagsleben entfernt sich immer weiter vom natürlichen Rhythmus; immer mehr Menschen leiden unter körperlichen wie seelischen Beschwerden, da die Bedeutung des Wechsels zwischen Tag und Nacht, der An- und Entspannung sowie der Aktivitäts- und Ruhephasen – auch im Hinblick auf unsere Organe – vernachlässigt wird.

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Wandern und entdecken

Groß und mächtig stehen sie da, trotzen Stürmen und sind oft schon Hunderte von Jahren alt. Mehr als sechzig Meter Höhe und bis zu zehn Meter Stammumfang erreichen sie. Einige wie der legendäre Pino de Dornatijo, bei dem einst alle Reisenden auf dem Weg zum Teide Rast einlegten, erlangten Berühmtheit, bis sie dann doch der Sturm fällte. Oder auch der Pino de la Victoria, unter dem 1495 nach dem endgültigen Sieg der Eroberer über die Guanchen die Weihnachtsmesse gelesen wurde. Eine Zeitlang diente einer seiner Äste als Glockenturm. Und ein einziger dieser gewaltigen Stämme reichte aus, um das Holz zu liefern, aus dem die Vorgängerkirche der heutigen Kathedrale in La Laguna ihr Dach erhielt. Rund vierzig besondere Exemplare wurden allein auf Teneriffa zu Naturdenkmalen erklärt. Hin und wieder ist ihre Basis an einer Seite angekohlt, andere sind hohl und auch inwendig verkohlt, ein paar wenige wie der Pino Furado bei Icod de los Vinos haben ein Loch im Stamm, durch das man bequem hindurchgehen kann. Diese eigenartigen Besonderheiten finden wir auch bei Kanarenkiefern, die es noch nicht zum Denkmal gebracht haben. Denkwürdig sind sie dennoch als Zeugen längst vergangener Techniken.

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