Wandern und entdecken

Einen Feigenbaum am Haus zu haben, den aromatischen Duft seiner Blätter vom leichten Wind herangeweht zu bekommen, seine Früchte zu genießen – ein Traum! Neben zahlreichen Bauernhäusern, vor allem im Süden Teneriffas, war dieser Traum einst Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, die ihre Bewohner nicht davon abhalten konnte, eines Tages Haus und Baum aufzugeben. Die leeren Katen halten Wind und Wetter nicht lange stand und verfallen. Nicht immer sieht das romantisch aus. Die Feigenbäume gedeihen weiterhin prächtig. Sie brauchen wenig Pflege. Es war kein Zufall, dass die Leute sie bei ihren Weilern und Äckern angepflanzt hatten. Sie versprachen reiche Ernte bei wenig Arbeit.

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Rückblick

In unserer Ausgabe vom 23. März 1986 ging es um ein Ereignis, das wohl einmalig auf der Insel bleiben wird: Das Fest der Sterne. Es lockte nicht nur mehr als 50.000 Menschen an, die während der Nacht den Teresitas-Strand bevölkerten, sondern verursachte auch den größten Verkehrsstau aller Zeiten. Das Astrophysikalische Institut der Kanaren hatte dieses Fest organisiert, um den Kometen „Halley“ zu zeigen, der in dieser Nacht am Himmel sichtbar werden sollte. Außerdem war ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert worden – Aufführung des Spielberg-Films „Begegnung in der dritten Ebene“, Vorträge, Folklore, Livemusik etc., um die Zeit bis fünf Uhr zu überbrücken. Dann sollte der Komet zu sehen sein. Allerdings hatten sich die Veranstalter auf maximal 20.000 Besucher eingerichtet, und so war das Chaos vorprogrammiert.

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Wandern und entdecken

„Da vorne! Das könnte es sein.“ Wir sind auf der Suche nach einer Felsgravur. Sie müsste etwa so groß wie ein Suppenteller sein. Zumindest nach dem Foto, das wir im Internet gefunden haben. Hier auf der Degollada de Yeje, mit Blick auf Masca, soll sich eine der wichtigsten vorgeschichtlichen Fundstätten Teneriffas befinden. Jedenfalls behauptet das der Autor des kurzen Internet-Artikels. Ein Sonnensymbol soll sich hier befinden und die Ritzzeichnung eines Fisches, außerdem zahlreiche kleine Kanälchen und in den Fels gehauene Schüsselchen. Es sei ein magischer Ort, Schauplatz kultischer Handlungen.

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