Mitte Januar stattete die WWF-Vertretung in Spanien El Hierro einen Besuch ab, um das revolutionäre Windwasserkraftwerk, welches die Insel zum weltweit ersten sich ausschließlich mit erneuerbaren Energien versorgenden und insofern autarken Gebiet erheben wird, genauer kennenzulernen.
Umwelt
Gefährliche Brandung
Der Atlantik donnerte dieser Tage mit besonderer Wucht an die Küste. An der Nordküste Teneriffas und auf den Inseln La Palma und El Hierro herrschte gelbe Alarmstufe wegen des starken Wellengangs, der in verschiedenen Küstenorten Schäden anrichtete. In Garachico musste die Uferstraße gesperrt werden. Auch in Orten wie Bajamar und Mesa del Mar zeigte der Atlantik seine Gewalt. In Puerto de la Cruz (Foto) entstanden im Ortsteil Punta Brava Schäden und Häuser mussten geräumt werden.
El Hierro erlebte das bisher stärkste Erdbeben des Jahrhunderts
Ende Dezember zitterte auf El Hierro wieder mehrmals die Erde. Das mit einer Stärke von 5,1 auf der Richterskala stärkste Beben wurde nicht nur von den Bewohnern der kleinsten Kanareninsel sondern auch von der Bevölkerung La Palmas, La Gomeras und Teilen Teneriffas gespürt, doch es wurde niemand verletzt und auch kein nennenswerter Schaden gemeldet.
Auch Touristen sollen für Umweltsünden zahlen
Der Direktor des Teide-Nationalparks hat gefordert, die Sanktionen für Regelverstöße, die in den Naturschutzgebieten begangen werden, zu verschärfen.
Kaltfront brachte den Winter
Nach den starken Regenfällen Anfang Dezember, die auf Teneriffa vor allem in Güímar und in anderen Gemeinden des Südens Schäden anrichteten, war die darauffolgende Schönwetterphase nur von kurzer Dauer. Die Ruhe vor dem nächsten Sturm reichte gerade noch über das lange Wochenende hinaus, dann wurden die Kanaren vom nächsten Tiefdruckgebiet heimgesucht.
Weltweiter Protest gegen die Probebohrungen
Nachdem Repsol-Präsident Antonio Brufau den Start der Probebohrungen vor der Küste von Lanzarote für Mai angekündigt hatte, weitete sich der Protest aus und nahm grenzüberschreitende Ausmaße an.
Die internationale Kampagne savecanarias.org, die vor Kurzem in Madrid vorgestellt wurde, wird von weltweit tätigen Organisationen unterstützt und sammelt Unterschriften für eine Petition, die auch der Europäischen Union (EU) vorgelegt werden soll.
Unwetterfront brachte Regen und Schnee
Das Spanische Wetteramt AEMET hatte vorgewarnt und tatsächlich öffnete der Himmel am 1. Dezember seine Schleusen. Die Wassermassen stürzten auf Teneriffa, El Hierro, La Gomera, La Palma und Gran Canaria nieder. Am heftigsten traf es El Hierro, wo am 2. Dezember mehr als 200 l/qm Niederschlag gemessen wurde. Auf allen fünf Inseln gab es Überschwemmungen und Steinschlag, die Auswirkungen auf den Straßen- und Luftverkehr waren teils erheblich.
Zum Adventsonntag hatte die AEMET für die Provinz Santa Cruz de Tenerife die Auswirkungen des Tiefs vorhergesagt und die gelbe Alarmstufe ausgerufen.
Leitungswasser in Puerto verunreinigt
Weil bei den regelmäßigen Untersuchungen der Leitungswasserqualität in Puerto de la Cruz eine „Veränderung der mikrobiologischen und physikalisch-chemischen Parameter, die die Hygiene des Wassers gefährdet“ festgestellt wurde, hatten die Stadtverwaltung und das Versorgungsunternehmen Aqualia die Empfehlung herausgegeben, das Leitungswasser in den Stadtteilen Las Dehesas, La Vera, Las Águilas, San Antonio-Esquilón, Las Arenas, San Fernando und Taoro-Malpais weder zu trinken noch zum Kochen zu verwenden.
Teneriffa weiterhin ohne Wetterradar
Am 28. November jährte sich zum achten Mal der Tag, an dem der Tropensturm Delta die Kanarischen Inseln verwüstete. Damals kamen 19 Menschen ums Leben, die Schäden beliefen sich auf rund 300 Millionen Euro.
Mahnmal gegen die Verschmutzung der Meere
Die Umweltstiftung „Clean Ocean Project“ hat im Rahmen des „Canarias Surf Film Festival“ (http://canariassurffilmfestival.com) mit Freiwilligen eine Strandsäuberung an der Playa de Caleta auf Fuerteventura durchgeführt.









