Vorsicht Falle!

Eine junge Frau sitzt vor mir in der Sakristei von San Telmo und klagt mir ihr Leid: „Kein Partner will bei mir bleiben. Immer hauen die Herren bereits nach kürzester Zeit ab. Dabei möchte ich doch einfach nur gerne Nähe und Gemeinschaft, ein wenig Zweisamkeit, Zärtlichkeit und Herzlichkeit. Aber nein! Dabei gebe ich mir so viel Mühe. Ja, ich finde das schon. Schließlich opfere ich all meine freie Zeit, um sie mit dem so sehnlich gewünschten Partner zu verbringen. Ich versuche wirklich alles, damit er es schön hat und bei mir bleibt. Aber nein. Auch er haut wieder ab. Es gibt wohl nur eine Lösung. Ich muss ihn einfach fester binden.“

Weiterlesen

Wandern und entdecken

Einsam, abgelegen und mit einer besonderen Aussicht auf Bejia, den Barranco Seco und die Nordküste verfällt im Nebelwald des Anagagebirges ein ehemals herrschaftliches Anwesen, von dem manche behaupten, es sei der Landsitz des früheren spanischen Staatschefs und Diktators Franco gewesen. Auch wenn dies nicht der Fall war, ranken sich Gerüchte und Legenden um diese Ruine. Sie bietet dazu auch alle Voraussetzungen.

Weiterlesen

Rückblick

In unserer Ausgabe vom 19. April 1985 berichteten wir über das Urteil des Spanischen Verfassungsgerichtes, welches die sogenannte Indikationslösung für Schwangerschaftsunterbrechung abgelehnt und als verfassungswidrig erklärt hatte. Die Regierung unter dem Sozialisten Felipe González hatte ein Gesetz auf den Weg gebracht und im Kongress verabschiedet, das sich an die Regelungen in anderen europäischen Ländern anlehnte. Die konservative Opposition hatte gegen dieses Gesetz beim Verfassungsgericht geklagt.

Weiterlesen

Wandern und entdecken

Am Tag der Sonnenfinsternis hatte der Regen begonnen. Mein Regenmesser zählte fast vier Liter Niederschläge innerhalb von 24 Stunden, und auch an den folgenden Tagen hielt sich das Wetter nicht an die amtliche Vorhersage. Das Regenwetter blieb, und die vorgesehene Tour im Anaga-Gebirge fiel ins Wasser. Als es Tage später morgens kurz über dem Orotavatal aufklarte, erschien der Teide etwas weißer. Gegen zehn Uhr schaute ich wieder hinauf. Dank der zurückgezogenen Wolken war gut erkennbar, dass es diesmal viel weiter herunter geschneit hatte. Also musste in den Cañadas deutlich mehr Schnee liegen als im ganzen, kalendarisch schon vergangenen Winter. Und damit gab es für mich Wichtigeres als unaufschiebbare Aufgaben im Haus.

Weiterlesen