Zu viele Autos gefährden Verkehrssicherheit auf Lanzarote


Aneinandergereiht würden die Fahrzeuge eine Schlange bilden, die von Madrid bis Valencia reicht

Auf der Vulkaninsel hat die Verkehrsdichte alarmierende Ausmaße angenommen. Auf 1.000 Einwohner kommen hier fast 800 Fahrzeuge. Nach Angaben des Verkehrsamtes waren 2004 in allen sieben Gemeinden der Insel rund 90.500 Fahrzeuge registriert, nicht eingerechnet Mofas oder Agrarfahrzeuge.

Das Statistikamt zieht diese jedoch sehr wohl in Rechnung und kommt so auf ca. 105.000 Fahrzeuge, und das bei einer Inselbevölkerung von rund 135.000.

Busse haben schlechtes Image

Obwohl die öffentlichen Busse 2005 über 700.000 Fahrgäste befördert haben und der Dienst immer besser wird, hat der Inselbewohner eine recht schlechte Meinung von diesem öffentlichen Service. Das führt zu immer mehr Neuanschaffungen von Autos. Für einen derart großen Fahrzeugpark sind aber die Straßen der Insel nicht ausgelegt. Als besonders gefährlich gilt im übrigen die Straße von Arrecife nach San Bartolomé, besonders auf dem Stück, das durch den Stadtteil Argana führt. Das Krankenhaus und zahlreiche Industriehallen sorgen hier für besondere Verkehrsdichte, und so kommt es hier immer wieder zu Unfällen. Besonders Fußgänger, die von der einen auf die andere Straßenseite wollen oder müssen, sind ihres Lebens nicht sicher. So ist für diese Gegend der Bau einer Fußgängerüber- oder -unterführung inzwischen auch schon angedacht worden.

Übrigens ziehen die steigenden Fahrzeugzahlen auch die Eröffnung neuer Tankstellen nach sich. So wurde eine am Golfplatz Costa Teguise, eine in Valterra/Arrecife und eine weitere an der Straße von Tías nach Guacimeta bei Kilometer 7 eingeweiht, ebenso in Uga.

Autokäufe um 8% gestiegen

Um 8% ist auf den Kanaren in den ersten fünf Monaten dieses Jahres die Zahl der Autokäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Insgesamt gab es rund 5.500 Neuzulassungen in den beiden kanarischen Provinzen. Auf Spanienweiter Ebene hat der Automarkt um 2% angezogen. Nach Angaben von Nielsen/NetRatings entscheiden sich übrigens 74,3% der Spanier aufgrund von Internet-Information für diese oder jene Automarke. Den Kauf selbst tätigen sie dann natürlich beim Konzessionär.




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