Zimmermädchen drohen mit Streik


Foto: Pixabay

Die sogenannten „Kellys“ wollen am 25.12. und am 1.1. die Arbeit niederlegen

Kanarische Inseln – Die größte Gewerkschaft des Hotellerie-Sektors, Sindicalistas de Base, hat einen Generalstreik der Zimmermädchen für den 25. Dezember und den 1. Januar angekündigt. Damit sollen auf die gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen der über 20.000 für die Säuberung der Hotelzimmer zuständigen Hotelangestellten aufmerksam gemacht und Verbesse­-

rungen durchgesetzt werden. Gehaltserhöhungen werden jedoch nicht gefordert.

Die Zimmermädchen auf den Kanaren müssen im Durchschnitt 20 Zimmer am Tag säubern. Ihr Durchschnittsgehalt liegt bei 1.300 Euro; sie bekommen 14 Zahlungen. Die Angestellten haben oft keine Pause. Laut der Gewerkschaft leiden die Zimmermächen häufiger als andere Berufsgruppen unter arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen, die insbesondere die Muskeln, die Knochen, die Gelenke und den Rücken betreffen und bis zur teilweisen Arbeitsunfähigkeit führen können.

Im Gespräch mit dem Wochenblatt erklärte uns ein Zimmermädchen, bei ihrem Arbeitgeber, einem Viersternehotel, müsse sie 28 Zimmer innnerhalb von acht Stunden säubern. Nach jeder Säuberung würde das Zimmer akribisch kontrolliert. Die Zeit sei zu knapp, die Anforderungen zu hoch.

In diesem Sinne verlangt die Gewerkschaft, die Zahl der zu säubernden Zimmer zu senken und ergonomische Verbesserungen durchzuführen, wie die Betten gegen höhenverstellbare Modelle auszutauschen, um den Rücken zu schonen.

Sollten die Zimmermädchen streiken, wären Hunderttausende Urlauber betroffen.




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