Ziegen sollen Feuerschneisen freihalten


Auf Gran Canaria gibt es noch 90 Ziegenhalter, 54 helfen bei der Brandprävention. Foto: EFE

Die Hirten erhalten zwischen 20 und 130 Euro pro Hektar

Gran Canaria – Im Kampf gegen die Waldbrandgefahr macht sich die Inselregierung von Gran Canaria nun die Ziegenhirten zu Verbündeten. Sie sollen mit ihren Herden die Feuerschneisen von wuchernder Vegetation frei halten, damit ein möglicher Waldbrand auf diesen Flächen keine Nahrung findet, um von einem Gebiet zum nächsten überzugreifen.

Zwischen 20 und 130 Euro sollen die Hirten pro Hektar erhalten, wenn sie die dafür ausgewählten Flächen mit ihren Herden säubern. Auf Gran Canaria gibt es noch 90 Ziegenhalter, von denen nur noch rund 20 mit ihren Herden von Weide zu Weide ziehen. Die Mehrzahl von ihnen schloss sich diesem Pakt mit der Inselregierung an. Es geht dabei über den Brandschutz hinaus auch um eine institutionelle Anerkennung der Arbeit, welche die Hirten leisten und um einen Beitrag zur Erhaltung dieses Berufsstandes. Die 54 Hirten, die bisher an der Freihaltung von 3.283 Hektar Flächen mitwirkten, wurden zuvor nie für diesen Beitrag zur allgemeinen Sicherheit entlohnt.

Im Rahmen des Paktes mit der Inselregierung werden die Ziegenhalter zudem beim Einfangen von verwilderten Ziegen und Schafen helfen. Das Cabildo wird sich verstärkt um die Instandsetzung der traditionellen Hirtenpfade kümmern, und es soll eine Viehzucht- und Weidewirtschaftsschule ins Leben gerufen werden.




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