Weniger Staus im Industriegebiet San Jerónimo


Seit November wird der das Industriegebiet verlassende Verkehr auf einer reservierten Fahrspur in den Kreisverkehr eingeleitet – mit Erfolg. Foto: Moisés Pérez

Die Neuordnung des Kreisverkehrs hat sich bewährt und könnte langfristig beibehalten werden

Teneriffa – Nachdem im November vergangenen Jahres der Kreisverkehr 35 bei San Nicolás abgeändert und dem das Industriegebiet San Jerónimo verlassenden Verkehr die äußere Fahrspur reserviert worden war, zog La Orotavas Bürgermeister Francisco Linares nun eine erste Bilanz: Er erklärte, die Maßnahme habe sich bewährt und die üblichen Staus zu Stoßzeiten und während der verkehrsstarken Weihnachtszeit erheblich abgebaut.

Bei dieser Ausfahrt aus dem Industriegebiet, die als ein Nadelöhr gilt, staut sich stets der Verkehr. Bis November mussten Autofahrer zu Stoßzeiten mit Wartezeiten von bis zu einer Stunde rechnen, um das Industriegebiet in Richtung Santa Cruz verlassen zu können. Doch seitdem der das Industriegebiet verlassende Verkehr direkt in den Kreisverkehr eingeleitet wird und über eine „eigene“ Fahrspur verfügt, haben sich die Staus erheblich verringert. Bürgermeister Francisco Linares begrüßte, dass es in der Weihnachtszeit zu wesentlich weniger Verzögerungen gekommen sei und die Verkehrsteilnehmer höchstens 15 bis 20 Minuten im Stau gestanden hätten.

Zwar sei es nun auf umliegenden Straßen wie bei Cruz de los Martillos zu mehr Engpässen gekommen, trotzdem sei die Bilanz positiv, so Linares, der das Cabildo aufforderte, die Maßnahme auch in Zukunft beizubehalten. An der Schaffung einer dritten Anschlussstelle auf der Höhe von Opel hielt La Orotavas Bürgermeister dennoch fest.

Keine dritte Anschlussstelle in Aussicht

Nur einen Tag später nahm Ofelia Manjón, Straßenbeauftragte des Cabildos, im Gespräch mit einer Tageszeitung Stellung zu den Forderungen von Linares. Nach ihrer Meinung sei die Schaffung einer weiteren Anschlussstelle „nicht durchführbar“. „Auf einer Autobahn kann es nicht alle 500 Meter eine Anschlussstelle geben,“ so die Politikerin. Stattdessen sollte sich die Lösungssuche auf die Straßenführung innerhalb des Industriegebietes und die bereits bestehenden Anschlussstellen konzentrieren. Auch Manjón bestätigte, dass sich die Neuordnung des Kreisverkehrs 35 als erfolgreich erwiesen habe. Der Verkehr sei fließender, es gäbe weniger Staus. Trotzdem wolle das Cabildo die Testphase noch zwei weitere Monate aufrechterhalten, um realistische Schlüsse ziehen zu können.




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