Trauer auf den Kanaren: Adán Martín ist tot


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Auf dem Archipel herrscht tiefe Trauer. Adán Martín Menis, ehemaliger Präsident der kanarischen Regierung erlag am 10. Oktober einem langjährigen Krebsleiden. Am 18. Oktober wäre er 67 Jahre alt geworden. Zehn Jahre lang hatte Martín gegen die Krankheit gekämpft.

Am vergangenen Sonntag starb er in einer Klinik in Barcelona. Zwei Tage vor seinem Tod wurde über die Inselpresse bekannt, dass sich der ehemalige Regierungschef im Endstadium befinde.

Der CC-Politiker und Mitbegründer der unabhängigen Partei ATI (Agrupación Tinerfeña Independientes) genoss in politischen Kreisen hohes Ansehen. In zahlreichen Nachrufen wird er unter anderem als zielstrebig, besonnen, geradlinig und fleißig beschrieben. Soziale Gerechtigkeit war ihm äußerst wichtig und er war ein leidenschaftlicher Verfechter der Interessen des Archipels in Madrid.

In einer außerordentlichen Sitzung des kanarischen Regierungsrats wurde beschlossen, eine dreitägige Trauer auszurufen. Gleichzeitig wurde entschieden, den ehemaligen Regierungspräsidenten für seine politischen Verdienste posthum mit der Goldmedaille – der höchsten Auszeichnung der kanarischen Regierung – zu ehren.

Adán Martín studierte in Barcelona Wirtschaftsingenieurwesen und machte anschließend einen Abschluss an der Wirtschaftshochschule ESAE. Danach arbeitete er mehrere Jahre für Chrysler in England. 

Seine politische Karriere in der Heimat begann er 1979, als er in den Stadtrat von Santa Cruz de Tenerife gewählt wurde. Von 1987 bis 1999 war er Präsident des Cabildos und später Vizepräsident und Leiter des Wirtschaftsressorts der kanarischen Regierung, bevor er 2003 für eine Legislaturperiode Regierungspräsident wurde. 2007 zog er sich ganz aus der Politik zurück.

Er hinterlässt zwei Söhne aus erster Ehe. Im Januar dieses Jahres hatte er seine langjährige Lebensgefährtin und ehemalige Tourismus- Vizeministerin der Kanaren, Pilar Parejo, geheiratet.




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