„Schnellverfahren“ zögern sich ein Jahr hinaus


© Moisés Pérez

Jahresbericht der Staatsanwaltschaft

Im Oktober stellte Oberstaatsanwalt Vicente Garrido den Jahresbericht der kanarischen Staatsanwaltschaft 2011 vor. Garrido klagte insbesondere über den Kollaps der Strafgerichte in der Provinz Santa Cruz de Tenerife.

Hier würde sich die Eröffnung eines Schnellverfahrens ein Jahr hinauszögern, während in der Provinz Las Palmas de Gran Canaria nur mit einer Wartezeit von 15 Tagen gerechnet werde.

Im vergangenen Jahr wurden 263.507 Strafverfahren auf den Kanarischen Inseln eingeleitet, 2,4% mehr als 2010. Der Bericht unterteilt diese u.a. in 89 Tötungsdelikte (2010: 90), 70.616 Körperverletzungen (2010: 68.291), 516 Sexualdelikte und 98.537 Vermögensdelikte (+4,6%).

In der Provinz Santa Cruz de Tenerife wurden 6.253 Schnellverfahren eingeleitet, 525 wegen Raubes, 498 wegen Körperverletzung, 441 wegen Misshandlungen im familiären Bereich und 316 wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss. In Las Palmas wurden 4.516 Schnellverfahren eingeleitet, 581 wegen Raubes, 398 wegen Verstoßes gegen die Verkehrssicherheit, 332 wegen Drogenhandels und 292 wegen Körperverletzung.

Oberstaatsanwalt Garrido wies darauf hin, dass die Aufzeichnungen der Staatsanwaltschaft von den Polizeistatistiken abweiche.




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