Rechnungshof rügt Inselregierungen


Cabildos von Fuerteventura und La Palma

Der Kanarische Rechnungshof hat für seinen Bericht über die Vermögensaufstellungen der Inselregierungen aus dem Jahr 2011 die vorhandenen Sachwerte, also Grundstücke, Gebäude, technische Anlagen, Maschinen, Ausrüstung, Mobiliar, EDV-Anlagen, Beförderungsmittel und anderes, im Wert von 1,276 Milliarden Euro analysiert.

Dabei wurden Schwächen in der Koordination zwischen Vermögensverwaltung, Buchhaltung und den einzelnen Einrichtungen der Inselregierungen sowie das Fehlen regelmäßiger Inventuren offenbar. Der Rechnungshof empfiehlt den Cabildos deshalb, Kontrollmechanismen zu etablieren.

Zwei Beispiele von Fehlinvestition und mangelnder Planung und Organisation die festgestellt wurden, und zur Einleitung von Untersuchungsverfahren geführt haben, betreffen die Cabildos von Fuerteventura und La Palma. Auf der „Isla Bonita“ waren für die Schwesternschule 24 Schließfächer für rund 300 Euro pro Stück, insgesamt 7.200 Euro, angeschafft worden, von denen bis heute nur zwei aufgestellt sind. Der Rest ruht in einem Lagerraum der Schule. Auf Fuerteventura wurden zwei Getränkeautomaten, die Ziegenmilch ausgeben sollten, für je 17.900 Euro gekauft. Einer wurde nicht einmal ausgepackt, der andere steht in der Markthalle des Mercado Insular und ist nicht in Betrieb, weil die Ziegenmilch nicht die hygienischen Voraussetzungen erfüllt, um in einem solchen Automaten angeboten werden zu können.




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