Opfer des Spanairfluges JK5022 fordern Freigabe der Akten


Weiße Rosen zur Erinnerung an die Opfer. Foto: EFE

Auf Gran Canaria und in Madrid fanden zum neunten Jahrestag Gedenkfeiern statt

Gran Canaria/Madrid – Am 20. August jährte sich die Flugkatastrophe von Madrid zum neunten Mal. Bei dem Absturz einer McDonnell Douglas MD-82 der Airline Spanair unmittelbar nach dem Start kamen 154 Menschen ums Leben. 18 Passagiere überlebten mit teils schweren Verletzungen. Unter den Opfern waren 72 Canarios, denn das Ziel des Fluges JK5022 war Gran Canaria. Am Jahrestag gab es Gedenkveranstaltungen in Madrid und auf Gran Canaria, wo sich Hinterbliebene und Überleben­de des Unglücks am Strand Las Canteras und auf der Plaza de la Memoria einfanden. Weiße Rosen wurden ins Meer geworfen und vor der Erinnerungstafel mit den Namen der Toten niedergelegt. Auch Kanarenpräsident Fernando Clavijo nahm teil.

Kanarenpräsident Clavijo kam zur Gedenkfeier. Foto: EFE

Die Betroffenen des Fluges JK5022 fordern von der Regierung, alle Akten der Untersuchungskommission CIAIAC zu veröffentlichen. Ihre Sprecherin Pilar Vera erklärte in einer Pressekonferenz, man sei sich sicher, dass diese Dokumente die Wahrheit darüber enthalten, was am 20. August 2008 auf dem Flughafen Madrid Barajas geschehen ist, jedoch bisher nicht bekannt gegeben wurde.




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