Noch weniger Flüge auf das spanische Festland

Foto:GOBIERNO DE CANARIAS

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Kanarische Inseln – Der regionale Transportminister, Sebastián Franquis, hat im Sinne einer noch stärkeren Kontrolle und um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, neue Einschränkungen mit den Fluggesellschaften ausgehandelt. Damit werden ab sofort noch weniger Flüge die Kanarischen Inseln mit dem spanischen Festland verbinden. Auch die extrem gesunkenen Passagierzahlen infolge des Alarmzustands haben zu dieser Maßnahme veranlasst. Die ansonsten so gut mit der Iberischen Halbinsel vernetzten Inseln sind dadurch noch stärker isoliert. Auch die täglichen Verbindungen nach Madrid und Barcelona finden nicht mehr in gewohnter Weise statt.

Die Verbindungen mit dem spanischen Festland werden von nun an auf neuen Strecken mit 25 Flügen pro Woche je Richtung begrenzt.  

„In dieser letzten Woche habe ich Gespräche mit dem Transportministerium in Madrid und mit verschiedenen Fluggesellschaften geführt, und wir haben weitere Einschränkungen beschlossen, nachdem wir die Passagierzahlen auf den verschiedenen Strecken ausgewertet haben“, erklärte Franquis. Bislang wurden noch sechs Flugverbindungen mit 42 Flügen pro Woche je Richtung von Gran Canaria und Teneriffa und neun Verbindungen (26 Flüge je Richtung) von anderen Inseln aus angeboten. Die neuen Einschränkungen lassen das Flugangebot ab nächster Woche um 43 Flüge schrumpfen.

Gran Canaria bleibt mit den Flughäfen Madrid (drei Flüge pro Woche), Barcelona (6 Flüge) und Sevilla (2 Flüge) verbunden, von Teneriffas Nordflughafen gehen Flüge nach Madrid (3 pro Woche), Barcelona (5 pro Woche) und Sevilla (3 pro Woche). Teneriffas Südflughafen wird nur noch einmal pro Woche mit der Hauptstadt Madrid verbunden; von Fuerteventura und Lanzarote geht ebenfalls einmal pro Woche ein Flug nach Madrid. Die Airlines, die diese Verbindungen anbieten sind Iberia Express für die Flüge nach Madrid, und Vueling für die Flüge nach Barcelona und Sevilla. Die Verbindung, die Vueling bislang noch von den Kanaren nach Bilbao aufrechterhalten hatte, wird ab nächster Woche eingestellt.

Als kleiner Vergleich: Im März 2019 wurden täglich im Schnitt 10.622 Passagiere auf den Flügen vom und zum spanischen Festland gezählt. Seitdem die spanische Regierung den Alarmzustand ausgerufen hat, ist diese Zahl auf 254 Reisende pro Tag gesunken. Maschinen, die üblicherweise zwischen 150 und 220 Passagiere befördern, flogen in den vergangenen Tagen und Wochen teilweise mit nur 36 Passagieren an Bord.

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