Melchior traf Senegals Präsidenten in New York


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Der Chef von Teneriffas Cabildo nahm an einem von Clinton einberufenen Treffen teil

Eigentlich war der Grund für die Reise von Teneriffas Cabildopräsident Ricardo Melchior Ende September nach New York ja seine Teilnahme an einem internationalen Treffen, zu dem Bill Clinton geladen hatte. Doch da er schon einmal dort war, nutzte der Chef der Inselverwaltung die Gelegenheit und traf sich mit dem ebenfalls zu dem Treffen geladenen Präsidenten der Rebublik Senegal, Abdoulaye Wade, im Hauptquartier der UNO.

New York – Unweigerlich stellte dabei das Problem der illegalen Immigration den Mittelpunkt   des Gesprächs dar. Melchior drückte in diesem Zusammenhang seine Sorge aus und betonte, dass der Flüchtlingsstrom aus dem Senegal baldmöglichst unter Kontrolle gebracht werden müsse. Er versicherte Wade diesbezüglich die größtmögliche Unterstützung zur Entwicklung des afrikanischen Landes, so dass insbesondere die jungen Menschen dort endlich auch wieder eine Alternative zur Flucht in den vermeintlich goldenen Westen sehen und nicht weiter ihr Leben aufs Spiel setzen.

Wade seinerseits hat dem Cabildopräsidenten versichert, der Senegal unternehme große Anstrengungen, um die Immigrationsströme sowohl auf dem See- als auch auf dem Landweg zu unterbinden, und hoffe darauf, so bald wie möglich eine Lösung zu finden. Zu diesem Zweck lud er Melchior auch in den Senegal ein, um das Land kennenzulernen und sich persönlich ein Bild von der derzeitigen Situation zu machen. Eine Einladung, die der Cabildo-Chef auch an den senegalesischen Präsidenten richtete.

Clinton Global Initiative

Ende September hatte der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, zur Jahreskonferenz der von ihm ins Leben gerufenen Initiative „Clinton Global Initiative“ zahlreiche politische Führungskräfte aus aller Welt sowie Vorsitzende nichtstaatlicher Hilfsorganisationen und international operierender Unternehmen nach New York eingeladen. Unter den Gästen befand sich, wie schon eingangs erwähnt, auch Teneriffas Cabildopräsident Ricardo Melchior, der nach dem dreitägigen Treffen den Medien gegenüber erklärte, man habe wichtige Vereinbarungen treffen können, die bis zur nächsten Jahreskonferenz erfüllt sein sollen und nicht zuletzt dem Umweltschutz zugute kommen werden.




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