Marsch für eine Reform des Wahlgesetzes


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Organisationen und Politiker verschiedenster Parteien fordern eine Gesetzesänderung

Am 19. Juni demonstrierten Hunderte Bürger und Politiker sowohl in Santa Cruz de Tenerife als auch in Las Palmas de Gran Canaria für eine Änderung des Kanarischen Wahlgesetzes und forderten vom neuen Regionalparlament die umgehende Einleitung der Gesetzesreform.

Bei den kanarischen Regionalwahlen ist nämlich weniger entscheidend, wie viele Stimmen eine Partei insgesamt auf allen Inseln erhalten hat, sondern vielmehr, woher die Stimmen stammen. Die Stimmen der Einwohner kleinerer Inseln werden stärker gewichtet, indem den weniger bewohnten Inseln relativ mehr Sitze im Parlament zugestanden werden als den größeren. Ansonsten würden Inselparteien, die auf der kleinen Heimatinsel Mehrheit erlangen, im kanarischen Parlament kaum vertreten sein.

Andererseits hatte dies aktuell zur Folge, dass die mit 5.000 Stimmen bedachte ASG mit drei Sitzen, die mit 50.000 Stimmen gewählte Ciudadanos jedoch mit keinem Sitz vertreten ist. Insgesamt haben im neuen Parlament 130.000 Stimmen keine Repräsentation erhalten.




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