Marokkaner kündigt Attentat an und wird verhaftet


Der mutmaßliche islamistische Aktivist beim Verlassen der Wohnung, nachdem er der Durchsuchung seiner Wohnung beigewohnt hatte. Foto: EFE

Der in Las Palmas lebende Islamist war seit 2012 unter polizeilicher Beobachtung

Gran Canaria – Erneut ist auf Gran Canaria präventiv ein Anhänger islamistischer Thesen und des „Heiligen Krieges“ verhaftet worden. Der 33-jährige Marokkaner, gegen den wegen seines potenziell gefährlichen Profils schon seit 2012 ermittelt wird, hatte in der letzten Zeit eine zunehmende Radikalisierung durchlaufen. In sozialen Netzwerken posierte er mit seiner Frau und einem Sohn im Kleinkindalter in Kampfbekleidung mit dem Symbol des IS und Stichwaffen. Zudem äußerte er in den sozialen Medien seinen Hass auf die westliche Kultur und erklärte seine Absicht, im „Heiligen Krieg“ zu kämpfen und einen Terroranschlag von großer Tragweite auszuführen.

Der Mann entwickelte im Internet eine hohe Aktivität. Er veröffentlichte radikales islamistisches Gedankengut, unterstützte den IS und teilte Videos, die Gewalt und Märty- rertum verherrlichen. Zudem befürwortete er öffentlich das Verüben von Terroranschlägen.

Bei der sechs Stunden andauernden Durchsuchung seiner Wohnung im Stadtteil Guanarteme, Calle Colombia, die in Anwesenheit des Verhafteten durchgeführt wurde, beschlagnahmte die Polizei verschiedene Beweismittel, die in drei Kartons und mehreren Tüten abtransportiert wurden.

Nachbarn berichten, dass die Kleinfamilie niemanden belästigt habe, jedoch Zeichen einer zunehmenden Radikalisierung wahrnehmbar gewesen seien und abends sehr viele Leute in der Wohnung ein- und ausgegangen seien.

Es handelt sich bei diesem Fall um die dritte Festnahme eines als potenziell gefährlich eingestuften Islamisten auf Gran Canaria innerhalb von drei Monaten. Am 17. Januar war ein Anwohner von San Juan, Las Palmas, verhaftet worden und im November vergangenen Jahres ein Spanier palästinensischer Abstammung in Vecindario, Santa Lucia.




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