Mariano Rajoy weihte Granadillas Industriehafen ein


Präsident Rajoy, Regionalpräsident Clavijo und Ricardo Melchior, ehemaliger Cabildo-Präsident, aktuell Präsident der Hafenbehörde und Förderer der Anlage, besichtigten gemeinsam den neuen Hafen. Foto: presidencia del gobierno

Die neue Infrastruktur ist seit dem 21. November 2017 in Betrieb

Teneriffa – Am 2. März wurde der neue Industriehafen von Granadilla offiziell eingeweiht, obwohl er bereits seit Ende November in Betrieb ist. Präsident Mariano Rajoy leitete bei starkem Wind den Festakt, an dem auch Regionalpräsident Fernando Clavijo, Ricardo Melchior, Präsident der Hafenbehörde Puertos de Tenerife, und weitere Politiker und Unternehmer teilnahmen.

Der Hafen besteht aus einer 1,15 km langen inneren Schutzmole, einer 2,5 km langen Außenmole und einem 160 m langen Kai, dessen Verlängerung um weitere 160 m derzeit noch im Bau ist. Der Hafenvorplatz umfasst etwa 16 Hektar. Foto: puertos de tenerife

Nach der Besichtigung hob Rajoy in seiner Rede die Bedeutung des neuen Industriehafens wegen der strategischen Lage der Kanarischen Inseln auf den großen Seehandelsrouten Asien – Mittelmeer – Atlantik – USA sowie Europa – Afrika hervor. Die neue Infrastruktur werde Teneriffa beim Warentransport über den Seeweg international wettbewerbsfähig machen. Der Präsident bestätigte, dass die Kanarischen Inseln ein Drehkreuz mit viel Potenzial für den Handel, die Industrie sowie den Bau und die Reparatur von Schiffen seien.

Mariano Rajoy nutzte die Gelegenheit, um eine Vergünstigung der Hafengebühren für den Warentransport von 10% anzukündigen, eine Maßnahme, die in allen spanischen Häfen zur Geltung kommen wird und deren Kosten bereits in den Haushaltsentwurf aufgenommen worden sind.

Regionalpräsident Fernando Clavijo erklärte, die Inbetriebnahme und die Einweihung des Hafens seien Grund zur Freude, denn man habe 50 Jahre auf diese lange geforderte Infrastruktur gewartet, welche nun die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Teneriffas Süden voranbringen solle.

Granadillas Industriehafen ist als Ergänzung des Hauptstadthafens ausgelegt, der wegen Platzmangels nicht mehr wachsen kann. So sollen die industrielle Tätigkeit und der Bau sowie die Reparatur von Schiffen und Bohrinseln nach Granadilla verlegt werden.

Von den 362 Millionen Euro, die vom Staat für den Hafenbau veranschlagt wurden, sind 200 Millionen ausgegeben, davon stammen 67 Millionen von der EU. Noch in Bau bzw. in Planung, sind die Verlängerung des Hafenkais, der Bau des Regenwasserkanals, die Anlegung des Straßennetzes und der Bau der industriellen Hafenanlagen.

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