Kommt die Seilbahn für Garachico doch?


Bürgermeister José H. González erklärte, dass der neue Leiter des Inselamtes für Mobilität Aufgeschlossenheit für das Projekt signalisiert habe

Teneriffa – Verantwortliche der Stadtverwaltung Garachico und des Inselamtes für Mobilität haben bei einem Treffen beschlossen, dem bisher gescheiterten Projekt einer Seilbahn für Garachico eine letzte Chance zu geben. Wie Garachicos Bürgermeister José Heriberto González der Zeitung „El Día“ gegenüber bestätigte, habe der neue Leiter des Ressorts für Mobilität, José Alberto León, bei einem Treffen im Dezember Aufgeschlossenheit für das Projekt signalisiert und sich dazu bereit erklärt, die Unterlagen erneut auszupacken. Er wolle versuchen, die Blockade des Verfahrens für den Bau der Seilbahn aufzuheben, erklärte Bürgermeister González.
Die Idee für den Bau einer Seilbahn, um den Ortskern von Garachico mit dem 500 Meter höher gelegenen Ortsteil San Juan del Reparo zu verbinden, entstand vor mehr als 15 Jahren. Im Jahr 2005 stellte das Unternehmen Teleférico del Teide das Projekt einer Seilbahn für Garachico vor.
Obwohl 2008 ein positives Umweltgutachten erfolgte und das Projekt auf den Weg gebracht schien, geriet es in den Bürokratie-Stau. Die kanarische Regierung und das Cabildo erklärten sich 2016 zwar bereit, das Verfahren erneut aufzunehmen, um die Seilbahn möglich zu machen; geschehen ist diesbezüglich bislang aber nichts. Nun wittert Bürgermeister González mit der neuen, sozialistischen Führung an der Spitze der Inselverwaltung eine neue Chance für das Projekt.
Die Seilbahn von Garachico soll mit Kabinen von bis zu 70 Personen den Ortskern von Garachico über den Abhang La Culata mit San Juan del Reparo verbinden. Die Seilbahn soll von den Gärten des Platzes Puerta de Tierra über den steilen Abhang (Neigung 63%) hoch zum Aussichtspunkt von San Juan del Reparo führen. In den Plänen ist vorgesehen, dass die Kabine die Strecke von etwa einem Kilometer mit 10 Metern pro Sekunde in wenigen Minuten zurücklegt.
Die Stadtverwaltung, die sich von Anfang an für das Projekt einsetzte, hält die Seilbahn nicht nur für wichtig, um die Mobilität der Bürger zu verbessern, sondern sieht darin auch eine potenzielle neue Touristenattraktion für den Ort.

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