Klimatagung auf Gran Canaria


Robert F. Kennedy bei seinem Auftritt in Las Palmas. Foto: efe

Forum „Klima-Notstand auf den Kanaren, Folgen und Lösungen“ mit prominentem Redner

Gran Canaria – Nach seinem Besuch auf Teneriffa reiste Robert F. Kennedy Jr. weiter nach Gran Canaria, um auch dort an einem Forum zum Thema Klimawandel teilzunehmen. In Las Palmas de Gran Canaria hielt er am 12. November im Rahmen der Veranstaltung „Klima-Notstand auf den Kanaren, Folgen und Lösungen“ einen Vortrag. Sein Plädoyer galt den Erneuerbaren Energien, wobei er im Speziellen das positive Beispiel der Insel El Hierro anführte, die das Ziel 100% erneuerbar erreicht hat.
Der prominente amerikanische Klimaaktivist lobte die Bemühungen der Kanarischen Inseln um die Energiegewinnung aus regenerativen Quellen und nannte als Beispiel das Hotel, in dem er auf Teneriffa gewohnt hatte, dessen Energiebedarf zu 90% von Fotovoltaikanlagen gedeckt wird. Die Inseln, so Kennedy, müssten sich auf tiefgreifende Auswirkungen der globalen Erwärmung einstellen, „deren Folgen hier spürbarer als andernorts sein werden, weil viele Menschen nah an der Küste wohnen.“ Weiter rief Kennedy in seiner Rede dazu auf, die Subventionen für fossile Brennstoffe abzuschaffen, um einen fairen Wettbewerb zwischen fossilen und Erneuerbaren Energien zu erlauben. Er wies auf eine Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) hin, derzufolge weltweit rund 4,72 Billionen Euro an Subventionen im Energiesektor gezahlt werden. Durch diese Subventionen für Öl, Kohle und Gas würden die Energiepreise künstlich niedrig gehalten, was den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien bremse und sozusagen einem unlauteren Wettbewerb gleichkomme, so Kennedy.
Abschließend erklärte Kennedy seinem Publikum, das vorwiegend aus Vertretern der Inselpolitik und -wirtschaft bestand, das Ziel müsse eine Umstellung auf saubere Energien sein. Die Kanarischen Inseln, davon sei er überzeugt, könnten sich aus erneuerbaren Energiequellen versorgen. Ein bedeutendes, hervorstechendes Event sei die UN-Klimakonferenz, die im Dezember in Madrid stattfinden wird. Es gelte, die Ziele des Übereinkommens von Paris zu erreichen, trotz des Austritts der USA. „Um den Kataklysmus zu verhindern, darf Donald Trump nicht erneut gewählt werden“, mahnte Kennedy nachdrücklich.

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