Kampf dem Federborstengras


In Ihrer Ausgabe vom 17. Juni haben Sie einen langen Artikel über die Ausbreitung des Federborstengrases auf Fuerteventura geschrieben. Sie gaben an, dass auf der Insel Teneriffa scheinbar die Ausbreitung mittlerweile schier unkontrollierbar sei, obwohl immer wieder Anläufe zur Dezimierung unternommen werden. Ich glaube, die Anläufe werden wohl halbherzig durchgeführt, obwohl dem Umweltamt die enorme Ausbreitungsgefahr bekannt sein müsste. Diese Grasart braucht kein Wasser und wächst in langen Reihen (mehrere hundert Meter) direkt am Straßenrand an der Straße von Los Cristianos zum Südkrankenhaus. Diese stark befahrene Straße führt direkt zum Naturreservat Teide. Der Samen wird von den vorbeifahrenden Autos mitgenommen. Die Pflanze ist so widerstandsfähig, dass der Samen noch sechs Jahre später aufkeimen kann. Diese Grasart sieht zwar schön aus, verdränkt aber entsprechend Ihrem Bericht unsere besonders empfindlichen einheimischen Pflanzen. Auf Fuerteventura bittet das Umweltamt die Bevölkerung um Mithilfe bei der Bekämpfung dieser Gräser. Gibt es auch auf Teneriffa eine Behörde, die informiert werden will? Im Ortskern von Chayofa – an der Straße zum Jungle Park – wächst dieses schöne Gras inzwischen auch schon. Den Samen wird man natürlich auf den Fähren finden. Wenn da nicht alle Inseln konsequent in die Bekämpfung eingebunden werden, wird die Ausbreitung nicht verhütet werden können. Es gibt überall genügend Wanderer und Hundebesitzer, auf deren Mitarbeit die Behörden zählen können. Auch finden sich genügend Arbeitslose mit Fachkenntnissen, die gerne fürs Umweltamt arbeiten würden.

Lorenz Köppinger

Arona




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