Fahrgemeinschaften sollen belohnt werden


Fahrern, die morgens andere mitnehmen, winkt ein Bonus auf der neuen Tenmás-Vielzweckkarte

Teneriffa – Inselpräsident Carlos Alonso will morgendliche Fahrgemeinschaften belohnen, um das Verkehrsaufkommen während der Hauptverkehrszeiten zu reduzieren.

Alonso gab bekannt, die Inselverwaltung arbeite derzeit an einer entsprechenden Handy-App. Über die Geo-Lokalisierung der Mobiltelefone könne mithilfe der App ermittelt werden, wie viele Personen sich in geringem Abstand zueinander befinden und sich gemeinsam fortbewegen würden – sichere Indikatoren für eine gemeinschaftliche Nutzung eines Fahrzeuges.

Nimmt ein Fahrer eine oder mehrere Personen mit, soll er dafür belohnt werden. Alonso schwebt vor, die neue Tenmás-Vielzweckkarte, die bei Titsa den Bono-Bus ersetzen, aber auch nach und nach als Zahlungsmittel bei den inseleigenen Institutionen wie den Museen eingesetzt werden soll, hier ins Spiel zu bringen. Der betreffende Fahrzeugführer soll für das Mitnehmen nach Kilometern finanziell belohnt werden. Die Prämie soll ihm auf die Tenmás-Karte gebucht werden. Damit könne er dann beispielsweise die Parkgebühr der inseleigenen Parkhäuser oder eine sportliche oder kulturelle Aktivität des Cabildos bezahlen, meint Alonso.

Der Inselpräsident erklärte, dass nur jedes zehnte aller morgens die Autobahn nutzenden Fahrzeuge von dem Fahrer und mindestens einem Mitfahrer besetzt sei. Die Prämierung von Fahrgemeinschaften könne die morgendliche Zahl der Fahrzeuge vermindern.

Alonso gestand jedoch auch ein, dass diese Maßnahme alleine nicht das Stauproblem lösen könne, und erinnerte an die bereits umgesetzten Infrastrukturverbesserungen insbesondere auf der Nordautobahn und die noch ausstehenden, jedoch fest geplanten Projekte.

Außerhalb der bautechnischen Vorhaben gäbe es auch andere Ansätze. So hat das Cabildo bereits mehrfach bei der Universität von La Laguna um zeitliche Verlegung der ersten Unterrichtsstunden gebeten, denn das Stauproblem verschlimmert sich jedes Jahr bei Semesterbeginn zusätzlich. Der Rektor hat dies jedoch abgelehnt.




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