Drehbeginn für Wonder Woman 2


Die „Carretera de las Dunas“ bleibt bis Oktober auf 11 Kilometern Länge gesperrt. Foto: cabildo de fuerteventura

Die Straße durch die Dünen des Naturparks Corralejo ist bis 6. Oktober für den Verkehr gesperrt

Fuerteventura – Seit dem 10. August ist die Straße FV-104, die an der Küste entlang durch den Naturpark der Dünen von Corralejo führt, für den Verkehr gesperrt. Obwohl dort seit Wochen die Vorbereitungen für die Dreharbeiten zu der Fortsetzung der erfolgreichen Comicverfilmung „Wonder Woman“ laufen, die Warner Bros. zum Teil auf der Insel durchführen wird, ist die Sperrung der Straße nicht nur deshalb erfolgt.

Im Rahmen des Projekts für den Bau der neuen Schnellstraße FV-1 bis Corralejo hatte die kanarische Regierung bereits im Jahr 2005 zur Auflage gemacht, dass nach der Fertigstellung der FV-1 die Straße durch die Dünen geschlossen wird. Durch diese Ausgleichsmaßnahme sollte unter anderem der Schutz der gefährdeten Kragentrappe verstärkt werden.

Sowohl das Cabildo von Fuerteventura als auch die Gemeindeverwaltung von La Oliva sind entschieden gegen die endgültige Schließung der Straße und vermuten negative Auswirkungen auf den Tourismus und das Leben in der Gemeinde. Deshalb wurde eine zweimonatige Sperrung – vom 10. August bis 6. Oktober – zur Durchführung einer sozioökonomischen Studie beschlossen, die als Grundlage für die Forderung an die kanarische Regierung dienen soll, die endgültige Schließung der FV-104 zu überdenken.

„Eine kurze, vorübergehende Sperrung, um die endgültige Schließung abzuwenden“, fasste Cabildo-Präsident Marcial Morales den Plan zusammen. Man wolle mit der Studie Argumente sammeln, um zu beweisen, dass sich die Sperrung der Straße auf den Tourismus und das Leben der Anwohner auswirken würde. Ziel sei es, die endgültige Schließung zu verhindern und beide Straßen – die neue Schnellstraße FV-1 und die FV-104 – kombiniert zu nutzen. Während die Dünenstraße von Touristen und Anwohnern genutzt werden könne, würde der Lastverkehr und der Durchgangsverkehr nach Corralejo über die neue Schnellstraße fließen.

Die Leiterin des Straßenamts des Cabildos, Edilia Pérez, versicherte, dass die Monate August und September für die Studie ideal seien, denn diese müsse in der touristischen Hochsaison durchgeführt werden, um die tatsächlichen Auswirkungen feststellen zu können. „Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass die Straße erhalten bleibt; diese Studie kann unseren letzten Trumpf darstellen, den wir jetzt auspielen müssen und nicht, wenn die Schnellstraße fertig ist“, sagte sie.

Auch La Olivas Bürgermeister Iasí Blanco schließt sich der Forderung des Cabildos an: „Auch wenn die Dünen eine der Hauptattraktionen unserer Gemeinde sind und die Urlauber in dieser Zeit nicht mit dem Fahrzeug bis dorthin gelangen können, unterstützen wir sämtliche Maßnahmen, die getroffen werden, um eine definitive Schließung zu verhindern. Wir wollen lieber für zwei Monate schließen als für immer.“

Die zweimonatige vorläufigen Sperrung der Dünenstraße hat in der Bevölkerung für Unmut gesorgt. Bürger und Hoteliers glauben, dass die Durchführung der Studie nur ein Vorwand für die Sperrung ist, die in Wirklichkeit wegen der Dreharbeiten erfolgt. Cabildo-Präsident Morales erklärt, dass nach dem Antrag der Filmgesellschaft beschlossen wurde, die Sperrung in diesen Monaten durchzuführen, um die Straße nicht zu zwei verschiedenen Terminen schließen zu müssen.

Während der Dreharbeiten zu Hollywoods „Wonder Woman 2“ wird die Straße nicht passierbar sein. In den Dünen wurden bereits Kulissen für die Szenen aufgebaut, die dort Anfang September gefilmt werden.





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