DNA-Abgleich mit Rominas Kind und ihrer Mutter


Foto: Pixabay

Der vierjährige Sohn des mutmaßlichen Mordopfers Romina Celeste Nuñez ist mit seiner Großmutter aus Paraguay angereist

Lanzarote – Die Paraguayerin Romina Celeste Nuñez, die mutmaßlich durch die Hand ihres spanischen Ehemannes zu Tode kam und deren sterbliche Überreste von diesem an verschiedenen Stellen der Küste Lanzarotes ins Meer geworfen wurden, ist nach den Ermittlungen der Polizei vermutlich am 31. Dezember 2018 kurz nach 16.06 Uhr gestorben.

Zu diesem Zeitpunkt schickte sie ihre letzte Sprachnachricht an ihre Mutter in Paraguay, mit der sie sich über ihr Telefon in einem losen Chat-Gespräch befand. Ab 16.15 Uhr, nur neun Minuten später, hörte sie auf, ihre Chat-Nachrichten zu lesen. Erst eine Woche später zeigte der Ehemann Raúl Díaz Cachón ihr angebliches Verschwinden bei der Polizei an. Wenige Tage später gestand er, sich des Leichnams seiner Frau entledigt zu haben, behauptet jedoch bis heute, nicht für ihren Tod verantwortlich zu sein.

Trotz intensiver Suche konnte die Polizei bisher nur einen Teil einer menschlichen Lunge sicherstellen, den ein Tourist in einer Plastiktüte am Strand gefunden und in einen Abfallcontainer geworfen hatte. Ein DNA-Abgleich mit der Zahnbürste des Opfers ergab eine Übereinstimmung.

Darüber hinaus sind weitere DNA-Analysen notwendig. Der vierjährige Sohn Rominas, der in Paraguay lebt und den sie bald zu sich nach Lanzarote holen wollte, ist zusammen mit seiner Großmutter nach Lanzarote gereist. Dort wurden DNA-Proben von dem Kind und der Mutter des Opfers genommen, um diese ebenfalls zur Idenfifizierung der gefundenen Gewebereste heranzuziehen.

Erdrückende Indizien

Die Indizien, welche auf einen Totschlag oder Mord durch den aus Madrid stammenden Elektroingenieur Raúl Díaz Cachón hinweisen, werden immer zahlreicher. Hinweise sind fortgesetzte schwere häusliche Gewalt und Rominas eigene schriftliche Kommentare gegenüber Freunden, dass sie um ihr Leben fürchte. Außerdem die Tatsache, dass der mutmaßliche Täter die Leiche verschwinden ließ, indem er sie zunächst zu verbrennen versuchte und dann zerteilte und mit einem Mietwagen in den Tagen vom 3. bis 5. Dezember 1.300 Kilometer weit über die Insel fuhr, um die Überreste im Meer zu verteilen.

Hinzu kommen Zeugenaussagen über Streitigkeiten des Paars und die Aussage einer Prostituierten. Sie sagte gegenüber der Polizei aus, dass Cachón sie am 4. Dezember aufsuchte und Kratzer an Schultern, Rücken, Kinn und Stirn aufwies, welche die Polizei als passend zu einem möglichen Überlebenskampf Rominas einstuft.

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