Cayuco mit 14 toten Immigranten erreicht Gran Canaria


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Ein Flüchtlingsboot mit 46 Personen an Bord erreichte gestern Gran Canaria. Für 14 Insassen endete die Fahrt im Tod.

Ein neues Kapitel in der Flüchtlingstragödie spielte sich am Mittwoch im Süden von Gran Canaria ab, als ein Cayuco die Küste erreichte. An Bord des Bootes fanden sich 14 Leichen – eine weitere wurde kurz darauf im Meer entdeckt.

Die 59 Afrikaner waren 12 Tage zuvor in Mauretanien in See gestochen und hatten Kurs auf die Kanarischen Inseln genommen. Überlebende berichteten nach der Retttung den Helfern des Roten Kreuzes, das GPS-Gerät habe nicht richtig funktioniert und ausserdem sei mehrmals der Motor ausgefallen. Ohne Antrieb seien sie mehrere Tage offener See umhergetrieben. So brauchten sie für die Überfahrt, die normalerweise drei bis vier Tage dauert, vierzehn. Als nach wenigen Tagen die Essens- und Wasservorräte aufgebraucht waren, tranken viele in der Not Meerwasser.

Unter den Überlebenden befinden sich zwei Frauen, die sich in guter Verfassung befinden. Sieben Männer mussten wegen Unterkühlung und Dehyratation in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden. Bei den Toten handelt es ausschliesslich um erwachsene Männer.




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