Bürgerbeteiligung zur Zukunft der Festungsruine von San Andrés


Foto: Moisés Pérez

Teneriffa – Die Bürger von Santa Cruz werden mitbestimmen, wie das Restaurierungsprojekt für die Ruine der Festung von San Andrés gestaltet wird. Die Stadtverwaltung hat am 29. Oktober eine zweiwöchige Bürgerbefragung in fünf Punkten über ihre Website gestartet, um die Bevölkerung an dieser Entscheidung zu beteiligen.

Die Sanierung der Festungsruine ist im Rahmen des EU-Projekts EDUSI geplant, das zu 85% aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird und die Verbesserung der Infrastrukturen in den Stadtbereichen Distrito de Anaga, Residencial Anaga, La Salud und Barrio Nuevo umfasst.

Bürgermeister José Manuel Bermúdez beschrieb bei einer Pressekonferenz die geplante Vorgehensweise. Nach der Bürgerbefragung werde ein Expertenausschuss die Antworten der Bürger auswerten und die Vorschläge auf ihre Durchführbarkeit prüfen. Auf der Grundlage der ausgewählten Vorschläge wird dann ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben. In der Online-Befragung in fünf Punkten sollen die Bürger entscheiden, ob die Festung bzw. der Turm wieder aufgebaut oder nur die Ruine abgesichert und saniert werden soll. Eine weitere Frage lautet, ob die Festung als Monument abgesperrt oder in eine öffentliche Parkanlage integriert und zugänglich gemacht werden soll. Ebenso sollen die Bürger darüber abstimmen, ob, gesetzt den Fall, die Anlage wird öffentlich zugänglich gemacht, dort ein Touristeninformationsbüro, ein Besucherzentrum zur Geschichte der Festung, Büroräume der Stadtverwaltung oder ein Museum eingerichtet wird. Der letzte Punkt des Fragenkatalogs gibt den Bürgern die Möglichkeit für eigene Vorschläge zur zukünftigen Gestaltung und Nutzung der Festung.

Die Ruine der Festung von San Andrés, eigentlich „Torre de San Andrés“, aber besser bekannt als „Castillo de San Andrés“, im gleichnamigen Fischerort, an der Zufahrt zum Teresitas-Strand, gehört zum historischen Erbe der Stadt Santa Cruz de Tenerife. Die Wehranlage spielte eine wichtige Rolle bei der erfolgreichen Verteidigung der Stadt gegen den Angriff der britischen Truppen im Jahr 1797 und war bis 1878 in Betrieb. 1894 wurde das Bauwerk durch die Wassermassen, die nach einem sintflutartigen Regen durch den Barranco El Cercado Richtung Meer schossen, schwer beschädigt.





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