Bruthitze gönnt kaum Verschnaufpausen


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Die Kanaren ächzen unter der sechsten – und vermutlich nicht der letzten – Hitzewelle in diesem Sommer

Die Kanaren ächzen derzeit unter einer Hitzewelle, die mit Calima und Temperaturen von bis zu 39 Grad (auf Gran Canaria) nun schon die sechste in diesem Sommer ist.

Die kanarische Regierung rief am 21. August die Warnstufe Gelb für die Inseln Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa und Gran Canaria aus. Meteorologen erwarten den Höhepunkt der Hitzewelle für den 22. und 23. August.

Die danach erwartete Abkühlung soll allerdings auch nur von kurzer Dauer sein, wie Víctor Quintero vom staatlichen Wetteramt (Aemet) in Santa Cruz de Tenerife der Zeitung El Día erklärte. Bis Ende des Sommers sollen noch weitere Hitzeperioden folgen. Auch im September sei mit schweißtreibenden Temperaturen zu rechnen, so Quintero.

Das Phänomen der Hitzewellen ist an sich im kanarischen Sommer keine Seltenheit. Bemerkenswert ist in diesem Jahr jedoch die Häufigkeit und die kurzen Zeitintervalle, in denen sie auftreten. Der Grund ist anscheinend das Azorenhoch, weil es in diesem Jahr sehr stationär ist. „Das Azorenhoch bewegt sich in kurzen und regulären Abständen und erlaubt dadurch mit derselben Häufigkeit das Eintreten heißer Luft aus Afrika“, erklärt Quintero. Die Tatsache, dass das Azorenhoch sich auch im letzten Winter kaum bewegt habe, sei auch eine Erklärung für die ausbleibenden Niederschläge.

Die Vorhersage von Víctor Quintero für die kommenden Monate bringt wenig Neues: Es seien noch weitere Hitzeperioden bis Ende des Sommers zu erwarten, so der Experte, und es müsse mit einem warmen Herbst gerechnet werden.




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