Blockade der Renovierung von Hotel Oliva Beach gefährdet 400 Arbeitsplätze


Das Hotel Oliva Beach liegt im geschützten Naturgebiet von Corralejo und am Traumstrand von Grandes Playas. Foto: Cabildo de Fuerteventura

Gewerkschaftsvertreter fordern vom Staat grünes Licht für das Modernisierungsprojekt

Fuerteventura – Die Gewerkschaften Comisiones Obreras (CCOO), Unión General de Trabajadores (UGT) und Intersindical Canaria haben durch eine gemeinsame Pressekonferenz ihrer Generalsekretäre auf Teneriffa die Blockade des Renovierungsprojektes für das Hotel RIU Oliva Beach auf Fuerteventura kritisiert und den Staat dringend aufgefordert, dieses Projekt zu genehmigen. Für die Blockade machen sie das Küstenamt verantwortlich, das dem spanischen Umweltministerium untersteht. Der Präsident des Wirtschafts- und Sozialrates CES auf den Kanaren, Blas Trujillo, solle als Vermittler auftreten, um eine Genehmigung des Moderni­sie­rungs­projekts so schnell wie möglich zu erwirken, forderten sie.

Inocencio González von CCOO erklärte, dass das RIU Oliva Beach eines der charakteristischsten Hotels der Insel Fuerteventura sei und die Betreiberlizenz für 70 Jahre vergeben wurde, auch wenn das Hotel in einem geschützten Naturgebiet liege. Im Dezember 2017 sei eine Genehmigung für eine umfassende Modernisierung des Hotels beantragt worden, die bis heute nicht erteilt wurde. Die Hotelkette plant, 40 Millionen Euro in die Renovierung und Modernisierung zu investieren.

Dem zuständigen Amt beim Umweltministerium lägen sämtliche notwendigen Dokumente vor, sodass es keinen gerechtfertigten Grund dafür geben könne, die Genehmigung zu verweigern, fügte González hinzu.

Die 400 Angestellten des RIU Hotels am Traumstrand Grandes Playas von Corralejo fürchten um ihre Arbeitsplätze, denn ab November 2019 gibt es keine Reservierungen mehr bis Ende März 2020. Die Hotelleitung hatte mit der Aussicht auf den Beginn der umfassenden Bauarbeiten keine Buchungen von Agenturen angenommen. Falls die Genehmigung nicht rechtzeitig erfolgt und im November keine Gäste kommen, fürchten die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze und um die Zukunft des Hotels.

Die Gewerkschaftsvertreter haben sich klar für den Erhalt des Hotels ausgesprochen, das über fast 700 Betten verfügt und im Jahr 2017 mehr als 200.000 Urlauber empfing. Sie argumentieren unter anderem, dass die Modernisierungsarbeiten auch eine Verbesserung der Energieeffizienz bedeuten, um den gestiegenen Anforderungen an das Hotelgewerbe gerecht zu werden.

Die Vertreter der Gewerkschaften bei der Pressekonferenz am 7. April. V.l.n.r.: Gustavo Santana (UGT), Inocencio González (CCOO) und Jaime Betancourt (Intersindical Canaria). Foto: EFE

Jaime Betancourt von Intersindical Canaria erklärte, dass die Gewerkschaften beschlossen hätten, die Reihen zu schließen, weil diese Angelegenheit im Allgemeininteresse liege. Betancourt fügte hinzu, dass die Arbeitsbedingungen der Angestellten in diesem Hotel geradezu beispielhaft seien und es außerdem vollkommen widersinnig sei, dass die Genehmigung nicht erteilt werde, während von staatlicher Seite immer wieder für die Renovierung von Hotels geworben werde.

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