Adeje verschreibt sich dem Kampf gegen den Klimawandel


Adejes Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga (l.), Robert F. Kennedy (r.) und Juan Verde (l. außen) bei der symbolischen Baumpflanzung. Foto: ayuntamiento de adeje

Klimaaktivist Robert F. Kennedy Jr. pflanzt symbolischen Drachenbaum

Teneriffa – Der bekannte US-amerikanische Rechtsanwalt und Klimaaktivist Robert F. Kennedy Jr., Neffe des ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy, hat auf Einladung der Gemeinde Adeje an der Tagung „Adeje vor dem Klimawandel“ teilgenommen. Als einer der Redner der Tagung, die am 11. November im Centro de Desarrollo Turístico stattfand und zu der 400 geladene Gäste, darunter zahlreiche Vertreter von Politik und Wirtschaft der Insel, kamen, sprach er über die drohende Klimakatastrophe und rief dazu auf, politisch tätig zu werden und Aktionen zu fordern, um einen Wandel zu bewirken. Seine Rede trug den Titel „Greengrowth, Innovation und Tourismus“. Darin plädierte Kennedy unter anderem für mehr Investitionen in die Umwelt, „denn die Technologie von heute ist durchaus in der Lage, unsere größten Probleme zu lösen“. Außerdem sollten seiner Ansicht nach Anreize für umweltverträgliches und korrektes Verhalten geschaffen werden, während umweltschädliches Verhalten bestraft werden sollte.
Ein großes Lob sprach Kennedy Adejes Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga für seine Bemühungen um den Umweltschutz und seine Vision einer zu 100% energieautarken Insel aus.
Auf der Tagung hielt auch der bekannte Politikberater und Finanzexperte Juan Verde, der unter anderem Berater von Ex-US-Präsident Barack Obama war, einen Vortrag. „Die grüne Revolution: Klimawandel und Nachhaltigkeit, eine große Chance, um die Welt zu verändern“ lautete der Titel, und Juan Verde beschrieb darin, wie die heutige Gesellschaft die Realität des Klimawandels als Chance zum Umdenken begreifen kann. „Grün und nachhaltig sein, macht aus Gründen des Wettbewerbs, der Wirtschaftlichkeit, der Ethik und Moral durchaus Sinn“, erklärte er.
Im Vorfeld der Tagung nahmen Robert F. Kennedy und Juan Verde an einer symbolischen Baumpflanzung in dem Gebiet teilt, in dem der „Parque Central de Adeje“ entstehen soll. Der von Kennedy gepflanzte Drachenbaum soll als Symbol für die von der Stadt Adeje eingegangenen Umweltverpflichtungen gelten. Der neue Park im Gebiet von Las Torres soll einmal als „grüne Lunge“ der Stadt 32.000 Quadratmeter Grünfläche umfassen und mehrere Hundert Pflanzenarten als „produktiver Wald“ beherbergen. Der „Parque Central“ ist ein Projekt, an dem die Stadtverwaltung von Adeje unter Bürgermeister Rodríguez Fraga seit vielen Jahren arbeitet. Der Park ist nur eines von vielen Teilprojekten, die Adeje im Rahmen des Strategieplans zum Abbau der CO2-Emissionen und zum Ausgleich des CO2-Abdrucks bis zum Jahr 2030 plant.

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