4.460 neue Pflegeplätze


Kanaren-Präsident Fernando Clavijo und die Präsidenten der sieben Cabildos trafen sich zur Unterzeichnung des Dreijahresplans. Foto: gobierno de canarias

Regionalregierung und Cabildos starten Plan zur Einrichtung neuer Pflegeeinrichtungen

Kanarische Inseln – Der zweite Plan für die Schaffung von Pflegeplätzen der Kanarischen Inseln wird den Mangel an Heimplätzen eindämmen und soll bis zum Jahr 2020 4.460 neue Pflegeplätze auf den Inseln schaffen. Ein entsprechendes Abkommen zwischen der Regionalregierung, die für den Plan 161,15 Millionen Euro beisteuert, und den Cabildos der sieben Inseln, die ebenfalls Teilbeträge übernehmen, wurde vor wenigen Tagen unterzeichnet.

Für Teneriffa bedeutet das Abkommen die Schaffung von fast 1.500 dringend benötigten Pflegestellen. Cabildo-Präsident Carlos Alonso betonte dabei den Fortschritt, den die koordinierte Arbeit beider Institutionen in dieser Angelegenheit bedeute.

„Im Jahr 2030 werden laut den Prognosen unserer Statistiker 25% der Bevölkerung der Inseln älter als 65 Jahre sein“, hatte der Leiter des kanarischen Gesundheitsamts, José Manuel Baltar, noch im vergangenen Jahr wissen lassen. Heute sind es noch 15%. Doch die fortschreitende Alterung der Bevölkerung stellt das Gesundheitsressort der Inseln vor große Herausforderungen.

Der zweite Plan für Pflegeinfrastruktur der Kanarischen Inseln, der von der Regionalregierung in Zusammenarbeit mit den sieben Inselverwaltungen 15 Jahre nach der Umsetzung des ersten Plans für die Jahre 2017-2020 ausgearbeitet wurde, ist eine Reaktion auf die veränderten Bedürfnisse der Bevölkerung, bzw. die zunehmende Alterung.

Laut diesem Plan sollen allein auf Teneriffa elf neue stationäre Pflegeeinrichtungen gebaut werden. Fünf bestehende Heime werden ebenfalls durch Neubauten ersetzt.

Die neuen Pflegeheime für stationäre und ambulante Betreuung sieht der Plan für die Gemeinden Arona, La Laguna, San Miguel, Arico und Santa Cruz vor. Des Weiteren ist darin der Neubau des Pflegeheims und Psychiatriezentrums Febles Campos II, eines Autismus-Therapiezentrums in La Laguna sowie zweier Altenheime in Guía de Isora und Granadilla vorgesehen. In Buenavista soll ein Behindertenheim gebaut werden und in Anaga eine ambulante Betreuungsstelle für Behinderte.

Pflegeeinrichtungen, deren veraltete Gebäude in den nächsten zwei Jahren durch neue ersetzt werden, sind das Hospital Febles Campos, das Zentrum für Menschen mit geistigen Behinderungen in La Cuesta, das Seniorenheim von Ofra in Santa Cruz, das Hospital de la Santísima Trinidad in La Orotava und das Seniorenheim in Garachico.

Im Rahmen des Plans sollen außerdem die Geriatriezentren in La Matanza, Santa Úrsula und La Guancha erweitert werden.

Auch auf den anderen Inseln des Archipels werden Pflegezentren im Zuge der Umsetzung dieses Plans auf den neuesten Stand gebracht bzw. vergrößert. Auf Gran Canaria werden ebenfalls circa 1.500 neue Pflegestellen geschaffen.

Auf El Hierro wird der Ausbau der drei Seniorenheime der Insel die Zahl der Pflegeplätze erhöhen. Auf La Gomera werden 130 neue Pflegeplätze geschaffen, auf La Palma mit dem Bau zweier neuer Heime 300.

Auf Lanzarote werden die vorhandenen Heime verbessert und 130 neue Plätze geschaffen. Auf Fuerteventura sollen zwei neue Heime jeweils 300 Plätze bieten.

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