Telefonieren und Surfen auf Kreuzfahrten kann teuer werden


Studie der Fachzeitschrift REISE & PREISE

Mobilfunknetze decken mittlerweile fast die ganze Welt ab, selbst auf Kreuzfahrtschiffen muss nicht mehr auf Handy und Internet verzichtet werden. Eine Untersuchung der Zeitschrift REISE & PREISE (www.REISE-PREISE.de) aber zeigt, dass Telefonieren und Surfen auf hoher See teuer werden können.

Liegt der Ozeanriese im Hafen oder gibt es noch Empfang über landbasierte Netze, können Passagiere zu normalen Roaming-Gebühren telefonieren. Innerhalb Europas sind die Tarife gesetzlich gedeckelt und auch in vielen anderen Ländern sind die Kosten mittlerweile überschaubar.

Doch ist das Schiff auf hoher See, sind die Mobilfunkmasten an der Küste schnell außer Reichweite. Dann kommen die GSM-Netze der Kreuzfahrtschiffe ins Spiel, die Handy-Gespräche über Satellitenverbindungen ermöglichen. Vielfach unberücksichtigt bleibt, dass über diese Dienste nicht nur Telefonate abgewickelt werden, sondern auch das Abrufen von E-Mails, Facebook-Postings oder Kurznachrichten von What’s App.

Die Minutenpreise sind letztlich auch abhängig vom eigenen Mobilfunkanbieter. So telefonieren Telekom-Kunden auf Schiffen aktuell für 3,99 Euro pro Minute in die Heimat, bei Vodafone sind es 5,12 Euro. Bei O2 wartet man auf TUI Schiffen („Mein Schiff“) und bei E-Plus auf MSC-Schiffen vergeblich auf Empfang, weil es zwischen den Telefongesellschaften und den GSM-Betreibern WMS bzw. Marlink keine Verträge gibt. Dafür zahlen O2-Kunden auf Schiffen mit MCP-Dienst, etwa bei AIDA, nur 1,64 Euro pro Minute zzgl. 18 Cent einmaliger Verbindungsgebühr.

Die Gebühren in Grenzen hält nur, wer den Handy-Gebrauch auf das Nötigste beschränkt und die Spartricks kennt. Bei Telekom und Vodafone etwa sind eingehende Telefonate sehr viel günstiger (1,99 Euro bzw. 1, 53 Euro pro Minute) als abgehende Gespräche. In manchen Fällen sind sogar Gespräche vom Kabinentelefon günstiger als Handy-Telefonate. Die Palette reicht hier von 3 Euro pro Minute bei FTI Cruises bis hin zu exorbitant hohen Gebühren von rund 8 Euro bei Costa, Celebrity Cruises und Royal Caribbean. Grundsätzlich sollten die persönliche Mailbox und mobile Datendienste ausgeschaltet werden.

Spartipp der REISE & PREISE-Redaktion: An Bord nach WLAN-Sparpreisen fragen und über die Internet-Software Skype oder den What’s App-Messenger telefonieren. Bei Hapag Lloyd beispielsweise kostet eine Stunde WLAN 11 Euro und bei MSC 12 Euro. Zum Dauersurfen ist zwar auch das viel zu teuer, für Telefonate mit den Daheimgebliebenen aber eine kostengünstige Alternative.

Alle mobilen Telefontarife auf Kreuzfahrtschiffen finden sich in der neuen Ausgabe von REISE & PREISE, die ab sofort im Zeitschriftenhandel erhältlich ist.




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