Dritte Milliardenstrafe für Google aus Brüssel


EU-Kommissarin Margrethe Vestager leitet das Wettbewerbsverstoßverfahren gegen den Internetgiganten Google und verhängte die dritte Strafe. Foto: EFE

Die EU-Kommission verhängt eine Wettbewerbsstrafe von 1,49 Milliarden Euro für Verstöße des Werbedienstes „AdSense for Search“

Brüssel – Was die Wettbewerbsstrafen aus Brüssel angeht, ist Google einsame Spitze. Der Internetriese vereinigt die drei höchsten Sanktionen, die diesbezüglich bisher von der EU-Kommission verhängt wurden, auf sich – acht Milliarden Euro innerhalb von nur zwei Jahren.

Die jüngste Strafe von 1,494 Milliarden Euro, 1,29% des Umsatzes von 2018, gab es im vergangenen März für den Missbrauch der marktbeherrschen- den Stellung des Suchmaschinenkonzerns in der Online-Werbung durch den Google-Dienst „AdSense for Search“.

Über diesen Dienst können Website-Betreiber, beispielsweise Reiseveranstalter, Blogger oder Nachrichtenportale, Anzeigenflächen auf den Seiten ihres Internet-Portals zur Verfügung stellen, in denen Google die Werbung seiner Inserenten anzeigt. Erzeugt die Werbung Besuche auf deren Seiten, erhält der jeweilige Website-Betreiber eine Vergütung.

Weder der Rückgang dieser Geschäftssparte noch die Bereitschaft von Google, Änderungen vorzunehmen, konnte die EU-Kommissarin Margrethe Vestager davon abhalten, dem Unternehmen diese weitere Strafzahlung in Milliardenhöhe aufzuerlegen. Gemäß der EU-Kommission sind bei der Suchmaschinen-Werbung des Google-Dienstes „AdSense for Search“ in den Jahren 2006 bis 2016 andere Mitbewerber in unzulässiger Weise behindert worden.

Vorhergehende Strafen

Ebenfalls wegen Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung, in diesem Falle bei Produktanzeigen in den Such­ergebnissen, verhängte die EU-Kommission im Jahr 2017 ein Bußgeld von 2,42 Milliarden Euro. Und in 2018 waren es Wettbewerbsbeschränkungen beim Smartphone-Betriebssystem Android, welche Google die Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro einbrachte.

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