Die Regierung ruft auf Gran Canaria wegen Hitze und Waldbrandgefahr die höchste Alarmstufe aus

Sonntag, 2. August 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die Lageaktualisiert und ab morgen, Montag, dem 3. August, um 11:00 Uhr die höchste Alarmstufe wegen hoher Temperaturen und Waldbrandgefahr auf Gran Canaria ausgerufen. Für den Rest des Archipels bleibt die Warnstufe wegen der Hitze bestehen, und auf den westlichen Inseln gilt weiterhin die Warnung vor Waldbränden.

Diese Entscheidungen wurden auf der Grundlage der von der staatlichen Wetterbehörde bereitgestellten Daten sowie weiterer verfügbarer Quellen getroffen, sowie in Anwendung des Spezifischen Notfallplans der Kanarischen Inseln für Risiken durch widrige Wetterereignisse (PEFMA) und des Sonderplans für Zivilschutz und Notfallhilfe bei Waldbränden der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln (INFOCA).

Es handelt sich um eine mehrtägige Hitzewelle, die insbesondere auf Gran Canaria stärker ausgeprägt ist, wo vor allem das Tejeda-Becken sowie die Mittelgebirgsregionen im Südosten und Westen betroffen sein werden und die Temperaturen lokal 40 °C überschreiten können. Auch auf Teneriffa wird die Hitzewelle die mittleren Höhenlagen sowie die nach Südosten ausgerichteten Gebiete des Ballungsraums und lokal auch Küstengebiete erreichen. Die Hitzewelle wird von einer tief liegenden Temperaturinversion begleitet, die sich auf Gran Canaria zunächst auf etwa 400 Meter und auf den westlichen Inseln zwischen 500 und 700 Metern befindet und tendenziell allmählich absinken wird. Diese Situation begünstigt ein warmes und trockenes Klima in den mittleren Höhenlagen und den höheren Lagen.

Zudem kann der Zustrom afrikanischer Luft mit einer schwachen Calima einhergehen, vor allem auf den östlichen Inseln, wobei zunächst keine nennenswerten Staubkonzentrationen am Boden zu erwarten sind.

Diese Wetterlage begünstigt die Bildung einer warmen und trockenen Luftmasse über den mittleren Höhenlagen und Waldgebieten, mit relativen Luftfeuchtigkeiten unter 30 % oberhalb der Inversionsschicht. Es wird überwiegend ein mäßiger Nordostwind (Passatwind) wehen, mit lokal starken Böen und Windspitzen in exponierten Gebieten und in den Kanälen zwischen den Inseln, weshalb dieser Parameter aufgrund seiner möglichen Auswirkungen auf die Ausbreitung von Waldbränden weiterhin beobachtet wird.

Die verschiedenen analysierten Wetterdaten zeigen einen allmählichen Anstieg des Waldbrandrisikos in den kommenden Tagen, insbesondere am Montag. Die Lage wird ständig überwacht, wobei der Geltungsbereich der höchsten INFOCA-Warnstufe je nach Entwicklung der Wettervorhersagen und der Risikoindizes von AEMET und der Regierung der Kanarischen Inseln aktualisiert werden kann.

Hinzu kommt, dass seit heute, Sonntag, 15:00 Uhr, auf allen Inseln zudem eine Vorwarnung wegen Windes gilt. In diesem Zusammenhang werden Windböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde vorhergesagt, wobei das Phänomen vor allem die Südost- und Westhänge von den Küsten bis in die mittleren Höhenlagen betreffen wird.

Empfehlungen zum Selbstschutz

Angesichts dieser Situation fordert die Generaldirektion für Notfälle der Regierung der Kanarischen Inseln die Bevölkerung auf, die festgelegten Empfehlungen zum Selbstschutz umzusetzen, um die mit Hitze und Wind verbundenen Risiken so weit wie möglich zu verringern und die Entstehung von Waldbränden zu verhindern.

Angesichts der hohen Temperaturen, die in den kommenden Tagen anhalten werden, wird empfohlen, in den Mittagsstunden auf körperliche Anstrengungen zu verzichten, sich an kühlen Orten aufzuhalten, viel Flüssigkeit zu trinken und sich im Freien vor der Sonne zu schützen. Ebenso wird geraten, leichte und regelmäßige Mahlzeiten zu sich zu nehmen und den Konsum von Alkohol zu vermeiden.

Besondere Vorsicht ist auch bei älteren Menschen und Kindern geboten, die bei solchen Hitzewellen besonders gefährdet sind. Wenn Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie zudem mit Ihrem Arzt klären, ob diese die Wärmeregulierung beeinflussen können oder ob die Dosierung angepasst oder die Medikation gewechselt werden muss.

Was die Waldbrandgefahr betrifft, wird daran erinnert, wie wichtig es ist, keine brennenden Zigarettenkippen, Streichhölzer oder Abfälle in bewaldeten Gebieten wegzuwerfen. Ebenso dürfen in Gefahrengebieten – sei es auf offenem Gelände, auf landwirtschaftlichen Flächen oder in von Wäldern umgebenen Wohngebieten – keine Feuerwerkskörper, Knallkörper oder andere Gegenstände, die Feuer enthalten, gezündet werden.

In diesem Zusammenhang ist es zur Vermeidung von Bränden unerlässlich, die von den verschiedenen Inselräten und Gemeinden festgelegten Einschränkungen zu befolgen, sowohl hinsichtlich des Zugangs zu Waldgebieten als auch hinsichtlich der Arbeiten, die in diesen Gebieten bis zum Ende dieser Risikosituation vermieden werden sollten.

Sollten Sie Rauch oder Feuer sehen, ist es in jedem Fall unerlässlich, sofort die 112 anzurufen, da die Reaktionszeit entscheidend ist, um eine unkontrollierte Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Was die Windböen betrifft und um Unfälle zu vermeiden, ist es wichtig, Blumentöpfe und andere Gegenstände, die auf die Straße fallen könnten, von Fenstern, Balkonen und Dachterrassen zu entfernen. Zudem wird empfohlen, sich nicht in der Nähe von im Bau befindlichen oder baufälligen Gebäuden sowie von Gerüsten, Kränen, Leuchtreklamen, Werbetafeln oder anderen Gegenständen aufzuhalten, die vom Wind weggeweht werden könnten.

Bei der Fortbewegung, sei es mit dem Fahrzeug oder zu Fuß, ist äußerste Vorsicht angesichts möglicher Hindernisse auf der Straße, wie Baumäste oder Stadtmobiliar, geboten; unter anderem sollte vermieden werden, durch Gärten oder bewaldete Gebiete zu gehen.

Weitere Tipps unter https://www.gobiernodecanarias.org/emergencias/consejos/consejos.html [GSC Canarias]

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