Die Kanarischen Inseln aktualisieren die Waldbrandwarnung für Gran Canaria und die westlichen Inseln

Montag, 7. September 2026

Die Regierung der Kanarischen Inseln aktualisiert die Waldbrandwarnung für Gran Canaria und die westlichen Inseln, die ab morgen, Dienstag, dem 8. September, um 10:00 Uhr gilt. Diese Entscheidung wurde auf der Grundlage der von der staatlichen Wetterbehörde sowie anderen verfügbaren Quellen bereitgestellten Daten und in Anwendung der Sonderpläne für den Zivilschutz und die Notfallhilfe bei Waldbränden der Autonomen Gemeinschaft der Kanarischen Inseln (INFOCA) getroffen.

Diese Warnung ergänzt die derzeit auf Gran Canaria geltende Warnung vor Höchsttemperaturen sowie die auf den übrigen Inseln geltende Vorwarnung vor diesem Phänomen. Zudem bleibt die Vorwarnung vor Calima auf La Graciosa, Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria bestehen. Andererseits hat die Generaldirektion für Notfälle heute, Montag, den 7. September, um 12:30 Uhr die Vorwarnung wegen Wind auf den gesamten Kanarischen Inseln sowie die Vorwarnung wegen Küstenphänomenen auf Gran Canaria, Teneriffa, El Hierro und La Gomera aufgehoben.

Die Wettervorhersage deutet auf eine Verschärfung der Hitzewelle mit tropischen Ausprägungen hin, die den Archipel seit vergangenem Samstag heimsucht, wobei Gran Canaria besonders stark betroffen ist. Die ungünstigsten Bedingungen konzentrieren sich auf die Gipfel und mittleren Höhenlagen der südwestlichen Hälfte der Insel, wo die Temperaturen in weiten Teilen des Gebiets 34 Grad erreichen und überschreiten können, lokal sogar bis zu 37 Grad, bei geringer nächtlicher Abkühlung. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt unter 30 %, und die Windgeschwindigkeiten werden in vielen Gebieten 30 Kilometer pro Stunde überschreiten.

Auf Teneriffa werden in weiten Teilen der bewaldeten Mittelgebirgsregionen im Westen und vor allem im Süden Temperaturen von 36 Grad erwartet, wobei punktuell 37 Grad erreicht werden können; dazu kommen niedrige Luftfeuchtigkeit und Wind, was eine Verstärkung der Vorsichtsmaßnahmen ratsam macht. In den mittleren Höhenlagen im Norden liegen die Temperaturen bei 32 bis 33 Grad, mit Gebieten von 34 Grad, insbesondere im Nordosten.

Auf La Gomera werden in den mittleren Höhenlagen im Norden 33 Grad erwartet, in den Gipfelregionen 34 bis 35 Grad, während im Windschatten der Gipfelkette, in den mittleren Höhenlagen im Süden der Insel, 36 bis 37 Grad erreicht werden. Auf La Palma werden in La Caldera de Taburiente bis zu 35 Grad und in weiten Teilen des Nordwestens sowie auf den Gipfeln Nueva und Vieja 34 Grad erwartet, während die Temperaturen im Nordosten über 30 Grad liegen werden. Auf El Hierro liegen die Temperaturen in weiten Teilen der Gipfelregionen und im Süden der Insel über 34 und 35 Grad, im übrigen Waldgebiet über 32 Grad. Auf allen westlichen Inseln herrschen in den Gebirgsregionen und in den höheren Lagen niedrige relative Luftfeuchtigkeit sowie mäßige Nordwinde.

Die Generaldirektion für Notfälle überwacht die Lage; je nach den aktualisierten Wettervorhersagen und den von AEMET herausgegebenen Warnungen kann die Alarmstufe erhöht oder der betroffene Gebietseinsatz geändert werden.

Empfehlungen zum Selbstschutz

Angesichts dieser Situation fordert die Generaldirektion für Notfälle der Regierung der Kanarischen Inseln die Bevölkerung auf, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen angesichts der Waldbrandgefahr zu treffen. Um das Ausbrechen eines Waldbrandes zu verhindern, ist es unerlässlich, keine brennenden Zigarettenkippen, Streichhölzer oder Abfälle in bewaldeten Gebieten wegzuwerfen. Ebenso dürfen in Gefahrengebieten – sei es auf offenem Gelände, auf landwirtschaftlichen Flächen oder in von Wäldern umgebenen Wohngebieten – keine Feuerwerkskörper, Knallkörper oder andere Gegenstände, die Feuer enthalten, abgefeuert werden.

Ebenso ist es unerlässlich, die von den verschiedenen Inselräten und Gemeinden festgelegten Einschränkungen zu befolgen, sowohl hinsichtlich des Zugangs zu Waldgebieten als auch hinsichtlich der Arbeiten, die in diesen Gebieten bis zum Ende dieser Risikosituation vermieden werden müssen.

Zum Schutz der Wohnhäuser ist es unerlässlich, einen sauberen Streifen um diese herum sowie auf unbebauten Grundstücken freizuhalten, der frei von trockener Vegetation und Abfällen ist. Wenn Rauch oder Feuer im Wald zu sehen ist, sollte man sofort die 112 anrufen und unter anderem den Bereich, in dem der Rauch zu sehen ist, sowie den Standort, von dem aus man ihn beobachtet, angeben, damit die Rettungskräfte schnell alarmiert werden können.

Angesichts der steigenden Temperaturen ist es ratsam, in den Mittagsstunden auf körperliche Anstrengungen zu verzichten, sich an kühlen Orten aufzuhalten, viel Flüssigkeit zu trinken und sich im Freien vor der Sonne zu schützen.

Um der Sandsturmphase zu begegnen, ist es wichtig, Türen und Fenster geschlossen zu halten und das Verlassen des Hauses so weit wie möglich zu vermeiden, wenn man an chronischen Atemwegserkrankungen leidet. Angesichts der möglicherweise eingeschränkten Sicht auf den Straßen werden Autofahrer außerdem gebeten, ihre Geschwindigkeit zu drosseln und die Scheinwerfer einzuschalten, um Unfälle zu vermeiden.

Weitere Tipps unter https://www.gobiernodecanarias.org/emergencias/consejos/consejos.html [GSC Canarias]

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