Der Inselrat von La Palma legt dem Parlament der Kanarischen Inseln zwei wichtige Änderungsanträge zum Schutz von Ferienwohnungen und zur Verteidigung des Gesetzes über die „Grünen Inseln“ vor

MONTAG, 20. JULI 2026

Angesichts der Abstimmung über die Änderung der Verordnung zur nachhaltigen touristischen Nutzung von Wohnraum, die am kommenden Mittwoch im Parlament der Kanarischen Inseln stattfinden wird, hat der Inselrat von La Palma die fachliche und politische Zusammenarbeit mit den verschiedenen im Regionalparlament vertretenen Fraktionen intensiviert und ihnen die Änderungsanträge sowie die vorrangigen Anliegen der Insel offiziell übermittelt, um zu verhindern, dass die neue regionale Regelung die Rechte der vom Vulkan betroffenen Menschen beeinträchtigt und die sozioökonomische Entwicklung der Insel einschränkt.

Der Inselpräsident Sergio Rodríguez betont, dass es grundlegende Fragen gibt, die jenseits ideologischer oder parteipolitischer Auseinandersetzungen stehen müssen. An erster Stelle steht dabei die Gewährleistung und Sicherung der bereits bestehenden Rechte der Familien, die ihre Grundstücke und Ferienimmobilien unter den Lavaströmen des Tajogaite verloren haben.

So fordert dieser erste Änderungsantrag, der dem Regionalparlament vorgelegt wurde, dass die Rechte der betroffenen Familien ausdrücklich gewahrt werden – nicht nur, um ihre Häuser physisch wieder aufzubauen, sondern auch, um deren bisherige Nutzung als Ferienunterkünfte aufrechtzuerhalten, sofern diese ordnungsgemäß im offiziellen Register der Regierung der Kanarischen Inseln eingetragen waren.

Das derzeitige Gesetz über die nachhaltige Nutzung von Wohnraum für touristische Zwecke schreibt eine Mindestdauer von fünf Jahren vor, um die touristische Vermarktung zu ermöglichen. Der Cabildo argumentiert, dass auf diese Weise das uneingeschränkte Recht der Geschädigten, ihre Häuser wieder aufzubauen und erneut zu vermarkten, ohne durch diese zeitliche Beschränkung benachteiligt zu werden, eingeschränkt wird. Dieser berechtigte Anspruch wird bereits durch den Geist und den Wortlaut des „Vulkangesetzes“ selbst sowie durch die von der Regierung der Kanarischen Inseln erlassenen Wiederaufbaiverordnungen gestützt.

Der zweite Änderungsantrag zielt darauf ab, das Gesetz zur Raumordnung der touristischen Aktivitäten auf El Hierro, La Gomera und La Palma, bekannt als „Gesetz der Grünen Inseln“, abzusichern. Die drei Inseln verfügen über einen besonderen Rechtsrahmen, der Vorrang vor der allgemeinen Raumplanung hat und der durch die territorialen oder einschränkenden Bestimmungen des neuen Urlaubsgesetzes weder verletzt noch eingeschränkt werden darf.

Aus diesem Grund betont Sergio Rodríguez, dass das Modell des „Gesetzes der Grünen Inseln“ in Gebieten, in denen es keine Großgrundbesitzer oder Ketten für Massenausbeutung gibt, ideal funktioniert. „Es handelt sich um ein Ökosystem, in dem Ferienwohnungen direkt zusätzliche Einkünfte für die Familienhaushalte schaffen, dazu beitragen, die Bevölkerung in der Region zu halten, landwirtschaftliche Betriebe in den mittleren Höhenlagen wiederzubeleben und einen nicht invasiven Tourismus zu fördern“, betont der Präsident von La Palma.

Zudem erinnert Sergio Rodríguez daran, dass La Palma im Rahmen seines „Instrumento de Planificación Singular Turístico“ daran arbeitet, das Angebot an Unterkünften im Standard- oder traditionellen Format zu erweitern; doch die Realität des Wiederaufbaus erfordert es, derzeit auf keinen einzigen Touristenplatz und kein Instrument zu verzichten, das wirtschaftliche Dynamik erzeugen kann.

Aus all diesen Gründen macht Sergio Rodríguez darauf aufmerksam, dass das Gesetz über Ferienwohnungen in seiner ursprünglichen Fassung das Gesetz über Ferienwohnungen den Geist des Gesetzes über die „Grünen Inseln“ untergräbt und mit dem Recht der Bürger kollidiert, diese Wohnungen als ergänzende Einkommensquelle zu nutzen, wobei zudem außer Acht gelassen wird, dass La Palma eine Vorreiterrolle bei der Förderung und Schaffung von öffentlichem und sozialem Wohnungsbau gespielt hat.

Aus all diesen Gründen bittet der Präsident von La Palma am kommenden Mittwoch um die einstimmige Unterstützung der parlamentarischen Fraktionen, um diese für die Zukunft der Insel wesentlichen Änderungsanträge zu verabschieden. [Cabildo de La Palma]

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