- Ariane Matiakh und Clara-Jumi Kang geben ihr Debüt beim Sinfonieorchester Teneriffa mit einem Programm, das eine Uraufführung beinhaltet.
- Das Orchester präsentiert ein Konzert, das zeitgenössische Kompositionen mit dem europäischen Repertoire verbindet, mit Werken von Òscar Colomina, Prokofjew, Liszt und Kodály.
13. April 2026. – Das Sinfonieorchester Teneriffa präsentiert diese Woche das Programm „Danzas de Galánta“, eine Zusammenstellung, die zeitgenössische Kompositionen mit dem großen sinfonischen und konzertanten Repertoire verbindet. Unter der Leitung von Ariane Matiakh, die ihr Debüt mit dem Orchester gibt, findet das Konzert diesen Freitag um 19:30 Uhr im Sinfonie-Saal des Auditorio de Tenerife statt. Mit dabei ist die Geigerin Clara-Jumi Kang, die ebenfalls zum ersten Mal mit dem Orchester auftritt, sowie die Uraufführung von „Wells of Oblivion“ von Òscar Colomina i Bosch.
Intensive Woche der Aktivitäten
Dieses Konzert bildet den Abschluss einer Woche intensiver Aktivitäten, zu der auch eine neue Ausgabe von „A fULL con la Sinfónica“ am Donnerstag, dem 16. April, im Paraninfo der Universität von La Laguna gehört, die vom Kunsthistoriker, Dozenten und Kulturvermittler Miguel Ángel Cajigal, bekannt als „El Barroquista“, moderiert wird.
Wells of Oblivion im Mittelpunkt
Im Mittelpunkt des Programms steht die Uraufführung von „Wells of Oblivion“ (Die Brunnen des Vergessens), einem vom Orchester in Auftrag gegebenen Werk von Òscar Colomina i Bosch. Als Komponist und Dirigent, Preisträger des Internationalen Krzysztof-Penderecki-Wettbewerbs (2023) und mit wachsender Bekanntheit in der europäischen Szene, entwickelt Colomina einen Kompositionsstil, der sich durch klangliche Fantasie, dramatische Ausdruckskraft und technische Raffinesse auszeichnet.
Das Stück ist Teil des Orchesterzyklus „Myths“, in dem der Komponist verschiedene mythische Traditionen rund um das Wasser als Übergangsraum zwischen Erinnerung, Identität und Transformation erforscht.
Inspiriert von der chinesischen Folklore und dem symbolischen Bild des Flusses des Vergessens entwirft das Werk eine klangliche Reise, in der die musikalischen Elemente nach und nach auftauchen und wieder verschwinden. „Es interessiert mich, Musik als eine zeitliche Architektur zu begreifen, in der Wahrnehmung, Erinnerung und Vorstellungskraft miteinander verflochten sind“, erklärt Colomina. „Das Orchester schafft Räume, in denen die Zeit stillzustehen scheint, und lädt den Zuhörer ein, diesen Übergang zwischen dem, was war, dem Vergessen und der Möglichkeit eines Neuanfangs zu bewohnen.“
Europäische Tradition im Programm
Das Programm setzt sich fort mit dem Violinkonzert Nr. 2 (1917) von Sergej Prokofjew, einer Partitur von großer Lyrik und ausdrucksstarker Raffinesse, die in Clara-Jumi Kang eine herausragende Interpretin findet. Als Gewinnerin des Internationalen Wettbewerbs von Indianapolis hat die Geigerin eine bemerkenswerte internationale Karriere aufgebaut und ist in einigen der bedeutendsten Orchester und Konzertsäle zu Hause.
Der zweite Teil ist zwei Werken gewidmet, die von der ungarischen Tradition inspiriert sind. In „Ungarn“ (1854) beschwört Franz Liszt den rhapsodischen und freien Charakter der Volksmusik herauf, während Zoltán Kodálys „Galánta-Tänze“ (1933), eines seiner berühmtesten Werke, den Geist der Folklore durch eine farbenreiche und kontrastreiche Komposition wiedergeben.
Die Leitung übernimmt Ariane Matiakh, derzeitige Chefdirigentin der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, deren Karriere eine große stilistische Vielseitigkeit mit intensiver Tätigkeit im internationalen Symphonie- und Opernbereich verbindet.
Karten und Vorprogramm
Karten für dieses Konzert sind unter www.sinfonicadetenerife.es telefonisch und an der Kasse des Auditorio de Tenerife erhältlich (montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr; samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr).
Wer sich näher mit dem Programm befassen möchte, kann am „Mirador musical“ teilnehmen, einem Treffen mit den Gastkünstlern, das um 18:45 Uhr in der Galería Castillo des Auditoriums stattfindet. Darüber hinaus organisiert die Asociación Tinerfeña de Amigos de la Música (ATADEM) um 18:30 Uhr im Saal Alisios einen informativen Vortrag, der dieses Mal von Sergio Rodríguez gehalten wird.
Für dieses Konzert steht zudem die „Lanzadera Sinfónica“ zur Verfügung, ein kostenloser Busdienst der TITSA, der verschiedene Orte im Norden und Süden der Insel mit dem Auditorium verbindet. Plätze können bis 23:00 Uhr am Tag vor dem Konzert reserviert werden.
Musik mit Hintergrundwissen
Zuvor findet am Donnerstag, dem 16. April, um 20:00 Uhr im Paraninfo der Universität von La Laguna eine neue Ausgabe von „A fULL con la Sinfónica“ statt, einer Veranstaltungsreihe, die gemeinsam mit der Stiftung DISA und der Universität selbst organisiert wird. Das Programm, das sich ebenfalls auf die „Danzas de Galánta“ konzentriert, wird von Matiakh dirigiert, während der Vermittler Miguel Ángel Cajigal, „El Barroquista“, das Publikum in einem dynamischen und zugänglichen Format mit Hörhinweisen und Hintergrundinformationen begleitet. [Cabildo de Tenerife]







