11. September 2026. – Beamte der Nationalpolizei haben an einer internationalen Operation gegen ein kriminelles Netzwerk teilgenommen, das mutmaßlich Verbindungen zur italienischen Camorra hat. Die Operation, die vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Staatsanwaltschaft Stuttgart in Deutschland mit Unterstützung von Europol koordiniert wurde, führte zur Vollstreckung von sechs Haftbefehlen und zu gleichzeitigen Durchsuchungen in 16 Wohnungen und Geschäftsräumen in Deutschland, Italien und Spanien.
Durch die Operation konnte ein kriminelles Netzwerk zerschlagen werden, das mutmaßlich hochwertige gefälschte Euro-Banknoten herstellte und an kriminelle Organisationen in Deutschland und Spanien zum weiteren Vertrieb lieferte. Die Ermittler geben an, dass auf diese Weise mehrere hunderttausend gefälschte Banknoten in Umlauf gebracht wurden.
Sechs Festnahmen und umfangreiche Beschlagnahmungen
Die Ermittlungen begannen mit der Festnahme eines 47-jährigen italienischen Staatsbürgers in Baden-Württemberg (Deutschland) im November 2021, nachdem die italienischen Behörden einen internationalen Haftbefehl erlassen hatten. Ihm wurde vorgeworfen, der Camorra anzugehören und in Geldfälschung, Geldwäsche und Drogenhandel verwickelt zu sein. Er wurde 2022 nach Italien ausgeliefert und anschließend auf freien Fuß gesetzt, stand jedoch weiterhin in Kontakt mit anderen Verdächtigen, darunter Personen, die Restaurants in Stuttgart betrieben und im Verdacht stehen, den illegalen Handel unterstützt zu haben.
Im Rahmen der koordinierten Einsätze wurden sechs Haftbefehle vollstreckt sowie 16 gleichzeitige Durchsuchungen von Immobilien in Stuttgart, im Landkreis Rems-Murr (Deutschland), in Neapel (Italien) und auf Gran Canaria (Spanien) durchgeführt. Zu den beschlagnahmten Gegenständen zählen Schusswaffen, Drogen, gefälschte Euro-Banknoten italienischer Herkunft vom Typ der sogenannten „Neapel-Gruppe“ sowie Wertgegenstände, die mutmaßlich mit illegalen Geldern erworben wurden. [Policía Nacional Prensa]
