Auf der Plaza de la Constitución in La Orotava findet am kommenden Sonntag, dem 20. September, die fünfte Ausgabe des OFF Orotava Fotofestivals statt, ein kulturelles Ereignis, das die Stadt erneut zu einem Treffpunkt für Fachleute, Amateure und Liebhaber der Fotografie machen wird. Der Veranstaltungstag fällt zudem mit der Feier von „Arte Joven en la Calle“ zusammen, wodurch ein gemeinsamer Raum für Kreativität, Teilhabe und Begegnung entsteht, der sich insbesondere an ein junges Publikum richtet.
Das Festival, das sich sowohl an Profis und Amateure als auch an die breite Öffentlichkeit richtet, präsentiert in diesem Jahr das Projekt „MIRAR(NOS)“, das sich mit den verschiedenen Arten des Betrachtens und Interpretierens unserer Umgebung befasst. Menschen, Orte, Details und alltägliche Momente werden in einer einzigen Ausstellung zusammenkommen, um eine Frage aufzuwerfen: Was sehen wir, wenn wir hinschauen? Das Projekt spielt mit der doppelten Bedeutung des „Hinschauens“ – sowohl auf andere als auch auf uns selbst – und lädt dazu ein, das zu entdecken, was normalerweise unbemerkt bleibt, und sich anderen Perspektiven anzunähern.
OFF La Orotava nutzt die Fotografie als Schnittstelle zwischen Kultur, Kreativität und Gesellschaft, bringt diese Disziplin dem Publikum näher und schafft Erlebnisse, bei denen die Besucher nicht nur zuschauen, sondern auch aktiv daran teilhaben. Die aktuelle Ausgabe geht in dieser Hinsicht noch einen Schritt weiter und bietet ein Programm, das speziell darauf ausgerichtet ist, junge Menschen, Studierende, Kreative und die breite Öffentlichkeit anzusprechen.
Das Programm beginnt am 18. September mit der Eröffnung der Ausstellungen im Liceo Taoro und auf der Plaza de la Constitución, während der 20. September der Höhepunkt des Festivals sein wird, der mit dem Programm von „Arte Joven en la Calle“ verbunden ist. Auf dem genannten Platz werden etwa zwanzig Stände rund um die Welt der Fotografie und des Bildes vertreten sein, darunter spezialisierte Unternehmen und Einrichtungen, Fotoschulen, Designer und Fotografen, die vor Ort ihre Dienste anbieten. Der Tag bietet zudem Ausstellungen, Workshops, partizipative Erlebnisse, Vorträge und Angebote rund um das fotografische Schaffen.
Ein Höhepunkt des Programms ist der Hauptvortrag von Orlando Arocha, der sich mit dem Porträt und allem befasst, was hinter einem Foto steckt – von der Gestaltung eines Porträts und der Beziehung zur fotografierten Person bis hin zur Dokumentarfotografie, Ästhetik, Ethik und Verantwortung beim Fotografieren.
Auf dem Programm steht außerdem der Vortrag „Das Foto gehört mir … aber darf ich es verwenden?“ des auf Urheberrecht spezialisierten Rechtsanwalts Isidoro Luz Ascanio, in dem Fragen zu Urheberrecht, Privatsphäre, Einwilligung, Datenschutz und Bildnutzung behandelt werden, mit besonderem Schwerpunkt auf sozialen Netzwerken.
Das Publikum kann zudem an verschiedenen Aktionen teilnehmen, wie zum Beispiel „Porträtier mich“, einem offenen Porträtbereich, in dem jeder Teilnehmer vor dem Fotografieren die Frage „Was möchtest du von dir sehen, wenn du dieses Foto betrachtest?“ beantwortet. Das Ergebnis wird eine Sammlung von Porträts sein, die von den Antworten ihrer Protagonisten begleitet werden.
Ein weiteres Angebot ist „Wie siehst du mich?“, eine Installation, die dazu einlädt, den ersten Eindruck zu hinterfragen. Es werden Fotos verschiedener Personen gezeigt, ohne zu erklären, wer sie sind oder ihre Geschichte zu erzählen, damit das Publikum seinen ersten Eindruck niederschreiben und anschließend die Realität der porträtierten Person kennenlernen kann. Außerdem findet „Retrátate“ statt, ein Fotomarathon, der sich speziell an Amateure und Studierende richtet und unter dem Motto „Wo siehst du dich selbst?“ steht. Die Teilnehmer sollen ihre Umgebung erkunden und nach Bildern suchen, in denen sie sich wiederfinden können, wobei der persönliche, kreative und ungewöhnliche Blick Vorrang vor technischer Perfektion hat.
Der für Jugendfragen zuständige Stadtrat Darío Afonso betont: „OFF richtet sich an die breite Öffentlichkeit und insbesondere an alle, die die Fotografie lieben – sowohl Profis als auch Amateure.“ In diesem Zusammenhang betont er: „Es handelt sich um ein kulturelles Projekt, das die Fotografie als Mittel nutzt, um den Erhalt und die Kenntnis der Umgebung zu fördern, aber auch, um einen kulturellen Austausch zu schaffen und Künstler mit dem Publikum zu verbinden.“
Der Stadtrat hält die zeitliche Überschneidung mit „Arte Joven en la Calle“ für sinnvoll, da „beide Projekte ein klares Bekenntnis dazu teilen, Kultur auf die Straße zu bringen, die Beteiligung zu fördern und Räume zu bieten, in denen sich junge Menschen ausdrücken und mit verschiedenen künstlerischen Disziplinen in Berührung kommen können“. In diesem Zusammenhang weist er darauf hin, dass Sport, Integration und Nachhaltigkeit ebenfalls Werte sind, die mit der Philosophie von OFF und den Zielen dieses Kulturprogramms im Einklang stehen.
Afonso hebt zudem die Entwicklung hervor, die das Festival seit seiner ersten Ausgabe durchlaufen hat. OFF entstand mit dem Schwerpunkt auf der Unterwasserfotografie und brachte einige der besten Unterwasserfotografen des Archipels zusammen; die zweite Ausgabe war der Astrofotografie und der Nachtfotografie gewidmet; die dritte richtete ihren Blick auf Vögel in freier Natur und die vierte befasste sich mit Sport und Integration. Nun wird mit „MIRAR(NOS)“ ein neuer Schritt gewagt – eine Ausgabe, die wieder die Menschen, die unterschiedlichen Blickwinkel und die Fähigkeit der Fotografie, zum Nachdenken anzuregen, in den Mittelpunkt rückt. [Ayto. La Orotava]
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