7. Juli 2026. Der Inselrat von Teneriffa hat über den Bereich „Natur, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Notfälle die außerordentlichen Maßnahmen der Stufe 1 zur Verhütung von Waldbränden aktualisiert und deren Geltungsbereich auf das gesamte Waldbrandrisikogebiet der Insel ausgeweitet, solange die von der Regierung der Kanarischen Inseln ausgerufene Alarmstufe in Kraft bleibt.
Der Beschluss tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft und ersetzt den am 3. Juli verabschiedeten Beschluss.
Die Entscheidung ist eine Reaktion auf die Entwicklung der Wetterbedingungen und zielt darauf ab, den Schutz des Naturerbes von Teneriffa zu verstärken und das Risiko zu minimieren, dass während dieser Alarmphase durch irgendeine Aktivität ein Waldbrand ausgelöst werden könnte.
Die Ministerin für Natur, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Notfälle, Blanca Pérez, betont: „Die Entwicklung der Wetterlage zwingt uns dazu, die Präventivmaßnahmen zum Schutz unserer Wälder auszuweiten. Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein aller Bürger, denn jede Unachtsamkeit kann sehr schwerwiegende Folgen haben.“ Blanca Pérez fügt hinzu: „Prävention ist nach wie vor das wirksamste Mittel, um Waldbrände zu verhindern. Die Mithilfe der Bevölkerung ist unerlässlich, um unser Naturerbe zu bewahren und die Sicherheit der Menschen sowie der Einsatzkräfte vor Ort zu gewährleisten.“
Zu den Maßnahmen der Stufe 1 gehört das Verbot, im Freien Feuer zu entfachen, einschließlich Lagerfeuer, Grills, Feuerstellen oder Gasherde. Ebenfalls verboten ist das Rauchen in Erholungsgebieten, auf Campingplätzen, in Zeltlagern, auf Waldwegen und -pfaden, auf Straßen, an Aussichtspunkten und anderen öffentlich genutzten Einrichtungen im Risikogebiet sowie Feuerwerksvorführungen und der Einsatz von Maschinen oder Werkzeugen, die Funken erzeugen können, außer in Ausnahmefällen dringender Notwendigkeit, die vom Forstamt genehmigt wurden.
Der Beschluss lässt andere Aktivitäten weiterhin zu, wie den Verkehr auf Inselfahrstraßen und Gemeindestraßen, den Zugang von Eigentümern zu ihren Grundstücken und Einrichtungen, die Nutzung von Wanderwegen und Waldwegen, das Befahren mit Fahrrädern oder zu Pferd, die Waldnutzung oder die Durchführung genehmigter Sportveranstaltungen, sofern diese unter Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen stattfinden.
Der Inselrat empfiehlt außerdem, den Zugang zu oder den Aufenthalt in Waldgebieten zu vermeiden, solange die Warnstufe besteht, und bei allen Aktivitäten, die einen Brand auslösen könnten – wie dem Rauchen, dem Einsatz von Stromaggregaten, elektrischen Geräten oder Feuerwerkskörpern – äußerste Vorsicht walten zu lassen. Ebenso fordert er die Veranstalter zulässiger Aktivitäten auf, alle notwendigen Präventivmaßnahmen zu ergreifen, um jegliches Risiko zu verringern.
Neu ist, dass der Beschluss eine Ausnahme für Arbeiten zur Beseitigung von Waldreststoffen mittels Häcksler vorsieht, die im Rahmen der Wiederaufbaumaßnahmen nach dem großen Waldbrand im Sommer 2023 durchgeführt werden, da diese Maßnahmen als wesentlich für die Erholung des Waldes angesehen werden.
Der Inselrat von Teneriffa weist darauf hin, dass diese Maßnahmen präventiven Charakter haben und bis zum Ende der Alarmlage in Kraft bleiben. Die Institution ruft die Bevölkerung zur größtmöglichen Mithilfe auf, um die Naturräume der Insel zu schützen und jegliches Verhalten zu vermeiden, das den Wald von Teneriffa gefährden könnte. [Cabildo de Tenerife]



