Pablo González leitet ein Programm, das Rosa García Ascot wieder aufleben lässt und Clara Andrada und Magdalena Hoffmann als Solistinnen zusammenbringt.
24. Februar 2026. – Das Sinfonieorchester von Teneriffa präsentiert diese Woche ein Programm, das den Kontrast zwischen zwei Arten des Verständnisses orchestraler Schönheit zum Ausdruck bringt. Unter der Leitung von Pablo González findet das Konzert „Tod und Verklärung“ am Freitag, dem 27. Februar, um 19:30 Uhr in der Sala Sinfónica des Auditoriums von Teneriffa statt, unter Mitwirkung von Clara Andrada (Flöte) und Magdalena Hoffmann (Harfe).
„Von Transparenz und Ausgewogenheit bis hin zu Ausdehnung und expressivem Übermaß spannt dieses Programm einen Bogen zwischen zwei sich tiefgreifend ergänzenden ästhetischen Welten“, erklärt der Chefdirigent des Orchesters. Der erste Teil bewegt sich im Bereich der Proportionalität und formalen Klarheit des Klassizismus – mit Mozart und dem neoklassizistischen Geist von Rosa García Ascot –, während der zweite Teil in die Intensität und transzendente Dimension der Spätromantik von Richard Strauss eintaucht.
Das Ensemble steht außerdem vor einer Woche intensiver Aktivitäten, darunter das Kammerkonzert „El latido del ritmo“ (Der Herzschlag des Rhythmus, Mittwoch, 25. Februar, Espacio Cultural CajaCanarias) und eine neue Ausgabe von „A fULL“ mit dem Sinfonieorchester zusammen mit El Vomitorio (Donnerstag, 26. Februar, Paraninfo der Universität La Laguna).
Klarheit und Raffinesse
Das Programm dieses Freitags beginnt mit „Cielo bajo“ (1924) von Rosa García Ascot, einem Werk, das das Sinfonieorchester zum ersten Mal aufführt. Als Schülerin von Manuel de Falla und einzige Frau der einflussreichen Grupo de los Ocho entwickelte Ascot einen Kompositionsstil von großer Feinheit und Sensibilität für die orchestrale Klangfarbe. „Es ist eine Musik, in der die Transparenz der Texturen und die Ökonomie der Mittel uns einladen, aus dem Licht und der Subtilität heraus zu hören“, sagt González.
In denselben ästhetischen Horizont fügt sich Mozarts Konzert für Flöte und Harfe in C-Dur, KV 299 (1778), eine einzigartige Partitur und die einzige, die er der Harfe widmete. Das Werk entfaltet seine Eleganz dank der Virtuosität von Clara Andrada – Soloflötistin des Frankfurter Rundfunk-Sinfonieorchesters und regelmäßige Mitwirkende des Chamber Orchestra of Europe – und Magdalena Hoffmann, Soloharfenistin des Bayerischen Rundfunk-Sinfonieorchesters und Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon, die ihr Debüt mit dem Ensemble gibt.
Der zweite Teil entführt das Publikum in ein Universum von größerer Ausdruckskraft. 1889 komponierte der junge Richard Strauss „Don Juan“ und „Tod und Verklärung“, zwei sinfonische Dichtungen, die seinen Durchbruch bedeuteten.
In „Don Juan“ werden Energie und Lebensimpuls in eine brillante und rasante Komposition umgesetzt. In „Tod und Verklärung“ verwandelt sich diese Kraft in eine zutiefst menschliche Vision: den Übergang des Künstlers vom irdischen Kampf zur endgültigen Erlösung. „Es ist der Übergang von der dramatischen Entfaltung zur transzendenten Dimension“, fasst Pablo González zusammen.
Tickets und Erlebnisse vor dem Konzert
Tickets für dieses Konzert sind unter www.sinfonicadetenerife.es telefonisch und an der Kasse des Auditorio de Tenerife (montags bis freitags von 10:00 bis 17:00 Uhr, samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr) erhältlich.
Wer sich näher mit dem Programm befassen möchte, kann am „Mirador musical“ teilnehmen, einem Treffen mit den Gastkünstlern, das um 18:45 Uhr in der Galería Castillo des Auditoriums stattfindet. Darüber hinaus organisiert die Asociación Tinerfeña de Amigos de la Música (ATADEM) um 18:30 Uhr in der Sala Avenida einen informativen Vortrag, der dieses Mal von Lourdes Bonnet gehalten wird.
Für dieses Konzert steht außerdem die Lanzadera Sinfónica zur Verfügung, ein kostenloser Busservice von TITSA, der verschiedene Orte im Norden und Süden der Insel mit dem Auditorium verbindet. Plätze können bis 23:00 Uhr am Tag vor dem Konzert reserviert werden.
Musik in verschiedenen Formaten
Zuvor findet am Mittwoch, dem 25. Februar, im Rahmen der Konzertreihe „Cámara en la Fundación“, die das Orchester gemeinsam mit der Fundación CajaCanarias organisiert, das Konzert „El latido del ritmo“ mit Werken von André Jolivet und Lou Harrison statt. Es beginnt um 20:00 Uhr im Espacio Cultural CajaCanarias in Santa Cruz de Tenerife.
Einen Tag später, am Donnerstag, dem 26. Februar, findet um 20:00 Uhr im Paraninfo der Universität La Laguna ein neues Konzert von „A fULL“ mit dem Sinfonieorchester zusammen mit El Vomitorio (Mario Marzo und Nacho Castellanos) statt, in einem dynamischen und publikumsnahen Format, das für ein neues Publikum konzipiert ist. Das gemeinsam mit der Stiftung DISA und der Universität La Laguna geförderte Programm wird von Pablo González geleitet und Richard Strauss in den Mittelpunkt stellen. [Cabildo de Tenerife]



