Die britische Künstlerin leitet im Rahmen des Programms „La Plaza“ den Workshop „A la escucha de un cuerpo rítmico“.
8. April 2026. – Die britische Choreografin, Schöpferin und Flamenco-Künstlerin Yinka Esi Graves bietet im Museum TEA Tenerife Espacio de las Artes den Workshop „A la escucha de un cuerpo rítmico“ (Einem rhythmischen Körper lauschen / Im Einklang mit einem rhythmischen Körper) an. Der Workshop, der vom 13. bis 17. dieses Monats jeweils von 16:00 bis 20:00 Uhr stattfindet, bietet ein Eintauchen in die afrikanistische Vorstellung von der untrennbaren Verbindung zwischen Tanz und Musik. Diese Aktivität ist Teil von „La Plaza. Taller de prácticas compartidas“, einer offenen Plattform zur Erforschung und Hinterfragung zeitgenössischer künstlerischer Darstellungen und kollektiver Praktiken.
Inhalte des Workshops
Yinka Esi Graves, die in der afrikanistischen Vorstellung verwurzelt ist, dass Tanz und Musik untrennbar miteinander verbunden sind, wird die Teilnehmer anleiten, ihren ausdrucksstarken, empfänglichen und kommunikativen Körper durch die Erforschung von Rhythmus, Gemeinschaft und Improvisation zu erwecken. Genau wie in ihrer künstlerischen Arbeit steht auch ihre pädagogische Tätigkeit in ständigem Dialog mit dem Flamenco, obwohl dieser Workshop allen offen steht, die sich für Bewegung interessieren.
Das Programm „La Plaza“
Diese Ausgabe von La Plaza – einem Begegnungsraum, der darauf abzielt, situatives und auf Erfahrungsberichten basierendes Wissen in die Praxis umzusetzen und dabei kulturelle Überlieferungsformen, Volkswissen, Dekolonialisierung, Feminismen sowie andere identitäre und politische Dissidenzen berücksichtigt – wurde vom Team von Pensamiento TEA vorgeschlagen, bestehend aus Roberto Gil, Yaiza Hernández Velázquez, Inés Plasencia, Rocío Robles Tardío, Néstor Delgado, Narelys Hernández, Joel Peláez, Alejandro Castañeda und Sergio Rubira. Die Veranstaltungsreihe wird im Laufe des Jahres durch die Teilnahme namhafter Persönlichkeiten wie Loueila Sif Ahmed Ndiaye, Teresa Correa, Juan Tomás Ávila und Asier Mendizabal ergänzt.
Zielgruppe und Anmeldung
Diese Veranstaltung richtet sich an alle Erwachsenen, unabhängig davon, ob sie mit zeitgenössischer Kunst vertraut sind oder nicht. Wer an diesem kostenlosen Workshop teilnehmen möchte, muss sich vorab per E-Mail an laplaza.tallerestea@gmail.com anmelden und dabei den vollständigen Namen, die Ausweisnummer (DNI/NIE/etc.) sowie die Telefonnummer angeben. Es wird empfohlen, an allen fünf Terminen teilzunehmen, um den pädagogischen Prozess abzuschließen.
Biografie Yinka Esi Graves
Yinka Esi Graves’ Arbeit untersucht die Verbindungen zwischen dem Flamenco und anderen zeitgenössischen Ausdrucksformen aus einer persönlichen Perspektive, die in der afrodiasporischen Gemeinschaft verankert ist. Mit einer langjährigen Erfahrung im Flamenco absolvierte sie ihre Ausbildung an der Schule Amor de Dios in Madrid und später in Sevilla bei Meistern wie La Lupi, Andrés Marín, Yolanda Heredia und Juana Amaya. Als Tänzerin ist ihre Zusammenarbeit mit renommierten Künstlern wie Remedios Amaya oder Concha Buika hervorzuheben. Ihre jüngste Arbeit zusammen mit den Künstlerinnen und Denkerinnen Nora Chipaumire und Ama Wray hat dazu beigetragen, eine eigene Sprache zu definieren, die von Bühnenstücken bis hin zu vor Ort komponierten Werken reicht, sowohl solo als auch in Zusammenarbeit. Ihre Co-Kreation Clay zusammen mit der Choreografin Asha Thomas (ehemalige Tänzerin bei Alvin Ailey) markierte den Beginn eines stärker forschungsorientierten und experimentellen Ansatzes in ihrer Karriere. Zudem speist sich ihre Arbeit aus Kooperationen bei Produktionen wie „Cuerpos Celestes“ und „Origen“ der Compagnie Marco Vargas & Chloé Brûlé oder „Mailles“ der Künstlerin Dorothée Munyaneza, mit denen sie auf Festivals rund um die Welt zu sehen war.
Werke und zukünftige Projekte
Ihr erstes Solo-Bühnenwerk, The Disappearing Act, feierte 2023 beim Festival Flamenco de Nîmes (Frankreich) Premiere – ein Werk, das ihre Auseinandersetzung mit dem Thema Unsichtbarkeit krönt. Zuvor präsentierte sie auf der Flamenco-Biennale von Sevilla 2022 einen illustrierten Vortrag, der auf dem theoretischen Korpus ihrer Forschung basierte: „The Disappearing Act: ein Gespräch aus der Perspektive eines dissidenten Körpers“. Derzeit entwickelt Graves mehrere Projekte, die im Zeitraum 2025–2026 uraufgeführt werden sollen. [Cabildo de Tenerife]







