Zu den billigeren Preisen pilgern


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Genervte Verbraucher reisen von Lanzarote nach Gran Canaria zum Einkaufen

Lanzarote gehört zu den Inseln der Kanaren, auf denen der Warenkorb am teuersten ist. Um die Aufmerksamkeit der Behörden und der Öffentlichkeit zu erregen, hat die Vereinigung Aculanza Mitte Mai eine ungewöhnliche Aktion gestartet.

Der Verband, der aus Protest gegen das auf Lanzarote in Sachen Lebensmittel-Branche herrschende Oligopol von nur zwei Unternehmen gegründet wurde, rief „genervte Verbraucher“ dazu auf, sich einer Art „Einkauf-Karawane“ anzu-schließen.  Zahlreiche Verbraucher folgten dem Aufruf. Am 9. Mai nahmen sie, alle bekleidet mit gleichen T-Shirts mit der Aufschrift „Consumidores consumidos“ („Verbrauchte Verbraucher“) und roten Schirmmützen, mit insgesamt 21 Fahrzeugen die Fähre von Lanzarote nach Gran Canaria. Dort „fielen“ sie über das Alcampo-Einkaufszentrum in Telde her.

Durch diese Aktion sollte einerseits vor Ort festgestellt werden, dass die Preise in einem großen Einkaufszentrum im Vergleich zu den kleineren Supermärkten auf Lanzarote billiger sind, andererseits aber vor allem die Aufmerksamkeit der Behörden auf diesen Missstand gelenkt werden. Da die Aktion als Demonstration angekündigt war, wurde die Auto-Karawane vom Hafen La Luz in Las Palmas de Gran Canaria bis zu dem Einkaufszentrum von mehreren Patrouille-Fahrzeugen der Guardia Civil begleitet. So konnte der Zug im Schneckentempo durch die Straßen fahren, begleitet von einem Hup-Konzert und lautstarken Ansagen ihres Protestes.

Weitere Einkaufskarawanen werden nicht ausgeschlossen.




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