Winterschlussverkauf-Desaster beutelt Handel


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15 bis 20 Prozent weniger Verkäufe

Am 6. März ging der Winterschlussverkauf zu Ende und für den Handel könnte das Ergebnis kaum enttäuschender sein. Die ohnehin durch die Kaufzurückhaltung der Kunden gestrafte Branche muss nun einen weiteren Rückschlag verkraften.

Erhoffte man sich im Dezember noch eine „Rettung“ der schlechten Verkaufszahlen durch einen guten Umsatz während des WSV, so machte nun das Ergebnis mit einem Minus von 15 bis 20 % auch den letzten Optimismus zunichte.

Die schlechte Lage auf dem Arbeitsmarkt zwingt die Kunden zu drastischen Sparmaßnahmen, und nach dem anfänglichen Ansturm auf die Geschäfte zu Beginn des Schlussverkaufs herrschte Flaute. Nicht einmal die größten Lockvögel wie Preisnachlässe von bis zu 75 % erzielten den gewünschten Erfolg, und die schlechten Verkaufszahlen bereiten der Branche zunehmende Sorge. In den letzten zwei Jahren haben schätzungsweise 100.000 Geschäfte auf den Kanaren schließen  müssen.

Dieser Winterschlussverkauf war nicht einmal für die großen Kaufhäuser, die sonst immer so optimistisch sind, ein Erfolg. Zu den schlechten Verkaufszahlen kommt hinzu, dass die enormen Preisnachlässe die Gewinnmarge verschlechtert haben.

Álvaro Rojas, Generalsekretär des Verbands der mittleren und großen Handelsunternehmen der Kanaren, bezeichnete das Ergebnis des diesjährigen Winterschlussverkaufs als „sehr schlecht“ und stufte ihn als „schlechtesten der letzten zehn Jahre“ ein.

Auch der Handelsverband Teneriffas hält den WSV für gescheitert.




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