Weniger Umsatz trotz gestiegenem Verkauf


© Thomas Müller

Export kanarischer Bananen nach Deutschland vorerst gestoppt

Die traditionellste Frucht der Kanarischen Inseln, die Banane, hat nach Auskunft des regionalen Bananenanbauerverbands Asprocan das Jahr 2012 mit einem Verkaufsvolumen von 371.400 Tonnen abgeschlossen, was einem Anstieg von 7,2% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Das Umsatzvolumen ist hingegen im selben Zeitraum um 9% zurückgegangen.

Dennoch zeigt sich Asprocan in Anbetracht der Wirtschaftslage zufrieden mit dem Ergebnis. Es mache sich weiterhin ein steigendes Vertrauen der Verbraucher in Spanien in das kanarische Produkt bemerkbar, was dadurch bewiesen werde, dass die kanarischen Bananen in Spanien 65% des Marktes für sich beanspruchen. Der direkte Konkurrent der „plátanos de Canarias“ sind die „Bananas“ aus Südamerika. In einer Werbung beruft sich Asprocan auf eine unabhängiger Umfrage, die ergab, dass neun von zehn Verbrauchern in Spanien die kanarischen Bananen vorziehen. Für die kanarischen Bananen spricht nicht nur ihr intensiver Geschmack, sondern auch die traditionelle Anbauweise, die schonend mit den Ressourcen und der Umwelt umgeht.

Im vergangenen Jahr wurden 95,67% der auf den Inseln angebauten Bananen auf dem spanischen Festland verkauft. Nur 4,27% der „plátanos“ bleiben auf den Inseln.

Asprocan konnte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr die Zahl von 15.000 direkten und 3.000 indirekten Arbeitsplätze halten.

Logistikprobleme

Die Pläne von Asprocan, die kanarischen Bananen nach Deutschland zu exportieren, wurden gestoppt. Wie der Asprocan-Präsident Santiago Rodríguez versicherte, jedoch „nur vorläufig“. Bei den Exporten nach Deutschland sei es zu Logistikproblemen gekommen, die nun gelöst werden müssten, um diese Pläne fortzuführen.

Asprocan hatte, mit dem Ziel den europäischen Markt zu erschließen, im vergangenen Jahr Kontakte auf Messen in Deutschland geknüpft, um die kanarische Frucht auf den deutschen Markt zu bringen. Die große Zahl deutscher Urlauber auf den Inseln ließ darauf schließen, dass sich

die kanarischen Bananen in Deutschland gut verkaufen würden. Die ersten Exportversuche scheiterten aber an dem Reifeprozess der Früchte. Die Ladung wurde per Schiff von den Inseln bis nach Barcelona gebracht und von dort aus weiter in Lkws nach Deutschland transportiert.

Zu den Zielen, die Asprocan im laufenden Jahr anstrebt zählt der Schutz der kanarischen Bananen durch eine Herkunftsbezeichnung, die den Verbrauchern die direkte geografische Zuordnung des Agrarprodukts ermöglichen und so ein einheitliches Qualitätssiegel darstellen würde.




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