Weniger ausländische Touristen, die sich jedoch den Urlaub mehr kosten ließen


Enttäuschende Juli-Zahlen

Im Juli setzte sich der Trend fort, und wieder verbrachten weniger ausländische Touristen ihren Urlaub auf den Kanaren als noch ein Jahr zuvor.

Insgesamt wurden 821.969 Urlauber aus dem Ausland gezählt, 11.000 bzw. 1,4% weniger als im Vorjahresmonat. Das geht aus der neuesten Umfrage über touristische Grenzüberschreitungen (Frontur) des Ministeriums für Industrie, Energie und Tourismus hervor. Im Abschlussbericht wird betont, dass insbesondere der britische Quellmarkt zurückgegangen sei, doch auch der deutsche sei rückläufig gewesen.

Teneriffas Cabildo gab bekannt, dass im Juli mit 294.679 ausländischen Urlaubern 8,2% weniger registriert worden seien. Zurückgegangen seien der britische (-12,3%), der deutsche (-5%), der französische (-12,4%) und der italienische Quellmarkt (-17,1%). Allerdings stieg die Anzahl der holländischen (+13,2%), der skandinavischen (+40,6%), der russischen (+11%), der baltischen (+18,6%) und der schweizerischen (+8,4%) Touristen an.

Hinzuzufügen sei auch, dass im Juli 352.803 Urlauber (ausländische und spanische) im Inselsüden und 69.805 in Inselnorden abstiegen – 11,4% bzw. 9,9% weniger als im Vorjahresmonat.

Die kanarische Regierung gab dem geringeren Flugangebot die Schuld an dem Rückgang der ausländischen Urlauberzahlen. Ricardo Fernández de la Puente, Vizeleiter des Tourismusressorts, erklärte, in dieser Sommersaison gäbe es 8% weniger Flugtickets auf dem Markt als im Vorjahr, sodass sinkende Urlauberzahlen vorhersehbar gewesen seien. Um die Fluggesellschaften wieder zur Einrichtung von mehr Flügen auf die Kanaren zu motivieren und so dem rückläufigen Urlaubertrend Einhalt zu gebieten, wolle die Regionalregierung sich weiterhin intensiv in Madrid um die Wiedereinführung der vergünstigten Flughafengebühren bemühen, versicherte Fernández de la Puente.

Auf der anderen Seite gaben die ausländischen Urlauber jedoch in diesem Juli 3,7% mehr auf den Kanaren aus als noch im Vorjahresmonat. Insgesamt hinterließen sie im Juli 837 Millionen Euro auf den Inseln, so gab es das Ministerium für Industrie, Energie und Tourismus bekannt. Durchschnittlich gab jeder ausländische Urlauber 1.019 Euro aus – 5,2% mehr als im Juli 2011.

Am Rande sei erwähnt, dass sich die negative Tendenz ausländischer Urlauber auf dem Festland nicht zeigte. Landesweit wurden im Juli 7,7 Millionen ausländische Touristen gezählt – so viel wie noch nie.




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