Weiterhin höchste Arbeitslosenquote Spaniens


26 % der erwerbsfähigen Inselbevölkerung haben keinen Job

Nach dem Rückgang der Arbeitslosenzahl im zweiten Quartal 2009 musste das dritte Quartal mit einem niederschmetternden Ergebnis abgeschlossen werden.

Auf den Kanarischen Inseln wurde spanienweit der drittstärkste Anstieg der Arbeitslosenzahl festgestellt, was für die Inseln eine Quote von fast 26 % bedeutet (der Prozentsatz beträgt genau 25,99 %) – die höchste in ganz Spanien. Das teilte das Statistik­amt nach dem Ergebnis der jüngsten Umfrage der Erwerbsbevölkerung mit. Auf nationaler Ebene hat sich die Beschäftigungslage im dritten Quartal hingegen positiv entwickelt. Auch wenn nicht von einer Trendwende auf dem Arbeitsmarkt gesprochen werden kann, ist die Zahl der Erwerbslosen landesweit zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder gesunken, und die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum vorherigen Quartal mit 17,93 % praktisch unverändert.

Gegenüber dem zweiten Quartal hat die Arbeitslosenzahl auf dem Archipel im dritten Quartal um 8.300 zugenommen (+ 3,04 %); die Gesamtzahl der Erwerbslosen auf den Inseln beträgt mittlerweile 281.400.

Aus der Statistik geht allerdings auch hervor, dass die Erwerbsbevölkerung auf den Kanaren im dritten Quartal um 21.300 Personen zugenommen hat – ebenfalls landesweit der höchste Anstieg. Bedingt durch die Sommerferiensaison wurden auf dem Archipel von Juli bis September 13.000 Arbeits­plätze geschaffen, was jedoch für eine Senkung der beängstigend hohen Arbeitslosenquote nicht ausreichte.

Nach Provinzen aufgeschlüsselt war die Erwerbslosenzahl in Santa Cruz de Tenerife zum Ende des dritten Quartals mit 23,68 % geringer als in Las Palmas de Gran Canaria (28,07 %).

Stellungnahmen

Der kanarische Regierungspräsident Paulino Rivero hat zu den neuen statistischen Daten Stellung bezogen und argumentiert, dass die Zunahme der Erwerbsbevölkerung eine Senkung der Arbeitslosenquote „sehr schwierig gestaltet“. Dennoch ist er davon überzeugt, dass sich die Inseln auf dem richtigen Weg befinden und die eingeleiteten Maßnahmen dazu beitragen werden, „Plätze gutzumachen“.

Der Leiter des regionalen Arbeitsressorts, Jorge Rodríguez, schloss sich der Meinung von Rivero an und wagte die Prognose, der Oktober werde als „guter Monat“ für die Arbeitslage abschließen. Die Erholung des Arbeitsmarkts sei stark von der Entwicklung des britischen und deutschen Reisemarktes abhängig.




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