Wasser, Vulkane und Ent-SPA-nnung


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Neue Pfeiler der kanarischen Tourismusstrategie

Sonne und Strand war ges­tern. Heute muss auf der Suche nach zahlungsfähigen Touris­ten schon mehr als nur Badevergnügen und Sommerlaune geboten werden. Die Ressortleiterin für Tourismus bei der kanarischen Regierung, Rita Martín, und die stellvertretende Direktorin von Turespaña und Generalsekretärin für touristische Qualität und Innovation, Gloria Barba, haben kürzlich in Santa Cruz die Prioritäten der Inseln für das Programm „Horizonte 2020“ vorgestellt, mit dem eine andere touristische Politik verfolgt werden soll.

Mehr Qualität und Wohlbefinden für Gäs­te die etwas mehr ausgeben können.

„Wir wollen mit der Tourismus-Politik fortfahren, die wir bereits seit den neunziger Jahren verfolgen und die eine Zusammenarbeit der staatlichen, autonomen und kommunalen Verwaltungen vorsieht. Sämtliche Institutionen sollen Programme durchführen, die von den üblichen Saisonzeiten unabhängig sind. So soll nicht nur der gewohnte Tourismus bei der Stange gehalten sondern es sollen auch Gäste gewonnen werden, die Qualität suchen und bereit sind, dafür auch mehr auszugeben. Der Besucher soll hierher kommen, weil er genau das findet, was er sucht“, erläuterte Gloria Barba.

Das Projekt ist mit 18 Millionen Euro ausgestattet, die unter den verschiedenen Regionen aufgeteilt werden. Bei ihrem Vortrag vor Repräsentanten der Cabildos, Stadtverwaltungen und Unternehmerverbänden des Sektors unterstrich Rita Martín die Bedeutung der Tatsache, dass auf den Kanarischen Inseln praktisch das ganze Jahr Saison ist. Das sollte in den staatlichen Plänen für touristische Förderung auch seinen Niederschlag finden.

Wassersport-Aktivitäten, Vulkanismus und die Gesundheit sind die „Produkte“, die im Rahmen des Programms Horizonte 2020 gefördert werden sollen.

„Differenzierung, Spezialisierung und unvergessliche Erlebnisse sind die Rezepte für Erfolge auf dem touristischen Sektor“, erklärte Martín ihren Zuhörern. „Wir richten uns damit an Personen mit mittleren und höheren Einkommen die kurze Aufenthalte bevorzugen, aber dafür mehrmals jährlich verreisen.“ Sie versicherte, dass ihr Ressort mit allen beteiligten Stellen daran arbeite um klare, konkrete Angebote zu erstellen, die es dem Gast nicht nur erlauben, seinen Urlaub maximal zu genießen sondern auch die Einrichtungen dafür vorzufinden.

Gloria Barba versicherte, dass die derzeitige Wirtschaftskrise nicht den Tourismussektor betrifft, der relativ unabhängig sei. Die vorliegenden Statis­tiken seien keinesfalls schlecht.




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