Unternehmer blicken voller Optimismus dem neuen Jahr entgegen


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Besonders der Tourismus soll die Wirtschaft in Schwung bringen

Ob Politiker, Wirtschaftsexperten, Unternehmer, alle sind einer Meinung und erwarten den heißersehnten Aufschwung im kommenden Jahr.

Die positive Entwicklung der kanarischen Wirtschaft hat nun den Unternehmerverband CEOE veranlasst, seine Prognosen für das kommende Jahr nach oben zu korrigieren. Während die Regionalregierung mit einem Wachstum von 1% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) rechnet, prophezeit der CEOE sogar einen konjunkturellen Anstieg von 1,6%, noch über dem nationalen Wachstum von geschätzten 1,3%. Für den neuen Schwung in der Wirtschaft machen die Unternehmervertreter den Tourismus verantwortlich.

„Wenn, wie es scheint, noch in diesem Jahr der Rekord der ausländischen Touristen gebrochen wird, dann könnte 2014 auch eine neue Höchstmarke bei der gesamten Urlauberzahl folgen,“ heißt es im Bericht des CEOE, der 12,5 Millionen Touristen – 4,2% mehr als in diesem Jahr – vorhersagt.

Der Tourismus-Boom beruht unter anderem auf der Ägypten-Krise, die noch in diesem Jahr den Kanaren zusätzliche 375.000 Urlauber beschert haben wird. Nach Meinung des CEOE wird 2013 mit einer Besucherzahl von insgesamt 10,5 Millionen abschließen.

Aufgrund der Erholung des Tourismus rechnen die Unternehmer damit, dass so auch nach und nach der Arbeitsmarkt in Schwung kommt. Demnach könnte 2013 zumindest mit einem Gleichstand, wenn nicht sogar mit einer leichten Verbesserung gerechnet werden. Im Dezember 2012 lag die Zahl bei 380.000 arbeitslosen Canarios und einer Quote von 33,7% – was trotz der optimistischen Stimmung beim CEOE – wahrlich ein katastrophales Ergebnis ist. Im kommenden Jahr könnte nach Einschätzung des CEOE die Quote sogar leicht um 0,5% auf 33,2% zurückgehen.

Der Haushaltsentwurf der Regionalregierung wurde von den Unternehmern kritisiert, die monierten, dass bei den laufenden Kosten weiterhin keine erkennbaren Einschnitte gemacht und die Strukturprobleme der öffentlichen Ausgaben nicht angegangen würden.




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