TUI malt die Zukunft schwarz


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Keine guten Aussichten für Tourismuswirtschaft wegen Weltfinanzkrise

Die Nachrichten, die Europas größter Reiseveranstalter für die Vertreter der kanarischen Tourismusbranche hatte, waren alles andere als erfreulich. „Es fehlte nur noch, dass wir unsere Taschentücher auspacken, um gemeinsam zu weinen“, witzelte mit einer gewaltigen Prise schwarzen Humors ein Hotelier nach dem Treffen.

London – Denn TUI schließt sich nun auch dem allgemeinen Pessimismus an und malt die Zukunft für den Tourismussektor kurz- und mittelfristig schwarz. Die Weltfinanzkrise soll dafür verantwortlich sein, dass im kommenden Jahr weniger Urlauber die Inseln besuchen werden, auch vom spanischen Festland. Dies, das weiß Pedro Luis Cobiella, ehemaliger Präsident des Hotelierverbands von Teneriffa, wird besonders die größte Kanareninsel schmerzlich treffen. Im Sommer 2009 muss laut der Prognosen von TUI mit deutlich weniger spanischen Urlaubern gerechnet werden, denn viele werden aus Spargründen auf den Jahresurlaub verzichten.

Mehr deutsche Gäste sollen Teneriffa dafür dank eines Abkommens mit Air Berlin besuchen. Teneriffas Tourismusbeauftragter José Manuel Bermúdez und Álvaro Middleman, Air Berlin-Chef für Spanien, unterzeichneten den Vertrag, durch den sich Airline und Cabildo dazu verpflichten, die Kosten für dieses Projekt (300.000 Euro) je zur Hälfte zu finanzieren. Bermúdez erklärte: „Wir brauchen Vereinbarungen dieser Art, um Kürzungen in den Flugplänen zu verhindern.“

Über eine Pressemitteilung ließ das Cabildo von Teneriffa wissen, dass die Teilnahme an der internationalen Reisemesse World Travel Market (10. bis 13. November in London) für die Insel „mehr als positiv war“. Das qualitativ hochwertige Angebot Teneriffas habe durchaus hervorgestochen, wird betont. Unter anderen Werbemaßnahmen wurden etwa 80 britischen Journalisten während einer Bootsfahrt auf der Themse die Besonderheiten, Sehenswürdigkeiten, Neuheiten und Vorzüge der Urlaubs­insel präsentiert.




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